Wo sind all die Hobbits hin?

5. – 22. Februar 2014 – Wir haben die Morgenfähre um 8 Uhr genommen und kamen vor dem Mittagessen auf der Südinsel an. Die Überfahrt war wieder mal super schön durch die Marlborough Meerengen mit bewaldeten Hügeln zu beiden Seiten. Am übernächsten Tag fuhren wir weiter in Richtung Nelson, wieder entlang der Meerengen. Diese Gegend ist übrigens auch berühmt für ihren Wein. Nelson behauptet von sich selbst, die meisten Sonnentage der Südinsel im Jahr zu haben, wir kamen allerdings im strömenden Regen an, durchgenässt und kalt bis auf die Knochen. Da es nicht nach Wetterbesserung aussah, haben wir uns ein Motelzimmer genommen, was für ein Luxus, eigenes Bad und eigene Küche. Da der nächste Tag wieder schön war, fuhren wir weiter, allerdings nicht sehr weit, da wir doch noch sehr müde von der langen Strecke am Vortag waren.

Boarding time

Kurz vor Abfahrt

Aboard with a still stiff back

Auf dem Schiff mit schmerzendem Rücken wie man unschwer erkennen kann

The Marlborough sounds seen from the land

Die Malborough Meerengen vom Land aus gesehen

Logging harbor

Holzhafen

More Marlborough sounds

Nochmals Meerengen

Almost eaten by a mailbox shark

Haiattacke

Danach ging es dann weiter durch die Berge, einmal, um den starken Urlaubsverkehr zu vermeiden aber auch, weil diese Strecke einfach viel schöner war. Unterwegs haben wir Ruud getroffen, der mit seinem Rad und einem Riesenrucksack auf dem Rücken den Berg hochlief. Dick bekleidet mit langärmeligem Hemd und langer Hose, stark schwitzend sah er ziemlich erschöpft und ungesund aus. Johan, der wie immer voraus radelte, traf ihn zuerst und war ganz besorgt und fragte, ob alles in Ordnung sei. Aber Ruud antwortete nur, dass er lieber bergauf läuft als fährt, da er laufend schneller sei. Wir hoffen sehr, er hat es noch bis zur nächsten Stadt geschafft.
Übrigens sollten wir jetzt täglich mindestens zwei Tourenradler treffen. An einem Tag haben wir sage und schreibe neun getroffen!

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Nice discovery at a pee break in the forest

Entdeckung während einer Pinkelpause im Wald

Die Landschaften hier sind einzigartig, ich glaube, das habe ich bereits mehrfach erwähnt.  Je südlicher wir kamen, desto besser gefielen sie uns. Fast jeden Tag dachten wir, heute war der schönste Tag mit der faszinierendsten Landschaft und am nächsten Tag war es dann noch schöner, mit nur ganz wenigen Ausnahmen. Eine davon ist Greymouth, nach dem Fluss Grey benannt. Und so ist die Stadt auch, grau und langweilig mit nur einem netten Cafe, dafür aber etwas seltsamen Einwohnern mit seltsamem Dialekt, der einige Kommunikationsprobleme verursachte.

Unsere erste off-road Erfahrung von Murchison nach Springs Junction:

Yes, we cycled through six streams, well, I actually walked through five, too wimpy!

Ja, wir sind wirklich durch 6 Flüsse gefahren, ich allerdings nur durch einen, die anderen 5 bin ich Angsthase gelaufen.Cycling with the cows, the farmer and busy working dogs to keep the cattle on track

Hier radeln wir mit Kühen, der Bäuerin und den Hunden, die die Kühe in Schach halten.
Uphill in the forest

Und mal wieder nach oben

Rain in the background

Regen im Hintergrund

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Bull fight

Stierkampf

In jenem Cafe fragten wir nach den Portionen für die Salate und die Bedienung zeigte uns eine mini und eine sehr kleine Schale. Da wir immer hungrig sind, fragte ich:  “Are you serving the salads with bread?” Die Dame hinter der Theke verstand mich nicht und fragte: “What?” “Do the salads come with bread, as the bowls are so tiny?” “WHAT?” “BREAD???” Erst dachte ich sie sei schwerhörig, aber dann antwortete sie: “Ah, you mean breeeeed?” Ja, in der Tat fragte ich nach Brot, aber breeeeeed war auch OK. Natürlich war kein Brot dabei. Wir hoffen nur, dass wir uns diesen Akzent hier nicht angewöhnen.

Another beautiful mailbox

Noch so ein toller Briefkasten 

Von Greymouth aus fuhren wir auf Umwegen weiter entlang der Westküste, die auch Wetküste genannt wird, da es hier so viel regnet. Und es stimmte, ein Paar schönen Tagen folgten direkt ein Paar Tage Regen. Zum Glück war es aber noch recht warm mit Tages-Temperaturen um die 20 Grad. In einem kleinen Dorf konnten wir bei Dulkara übernachten und auf schönes Wetter warten. Hier macht es nämlich nicht viel Sinn, im Regen zu fahren, da man dann absolut nichts sieht. Das wäre doch zu schade, die schneebedeckten Berge und Gletscher zur Rechten und das Meer oder die Flusstäler zur Linken nicht bestaunen zu können.

So oft wie möglich versuchten wir auch, die Hauptstraßen zu vermeiden und radelten auf Nebenstraßen oder speziellen Fahrradwegen. Diese Strecken waren meist die schönsten: kein Verkehr, Radeln durch dicken Busch und fernab von jeglicher Zivilisation. Wir fühlten uns oft wie Teil eines Märchens und warteten jeden Moment darauf, dass ein Hobbit auf den Weg springt. Aber falsch, Cowboys sollten wir treffen. In einem Dorf, das sich Cowboy’s Paradise nennt und wie eine Wildwest-Stadt aussieht, trafen wir auf Cowboys und Cowgirls, die auf Gegenstände mit echten Gewehren und echter Munition auf Gegenstände schossen. Es gab auch einen Saloon, von wo aus wir das ganze Treiben schmunzelnd begutachteten.

Von Greymouth auf dem Westcoast Wilderness trail:

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'Real' cowboys in action

‘Echte’ Cowboys in Aktion

We're still working on Johan's helmet fittings ;-)

Am richtigen Sitz arbeiten wir noch!

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The end of the beautiful cycling trail

Das Ende des Radweges

Auf dem Weg nach Hari Hari:

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Gusty cross winds

Starker Seitenwind

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Look at the clouds!

Kuck mal, die Wolken…

With Dulkara

Mit Dulkara

Oft übernachteten wir auch auf staatlichen Campingplätzen, die billig sind und meist nur Toiletten und Trinkwasser bieten, wenn überhaupt. Eines Abends stellten wir unser Zelt im Regen auf einem der wunderschönen Campingplätze auf, um festzustellen, dass wir neben einer Million Sandfliegen von äußerst seltsamen Gestalten umgeben waren.  Zunächst hörten wir ein komisches Piepsen. Eine deutsche Frau lief mit ihrem Metalldetektor im Wald rum und dann auch noch um unser Zelt um Schätze zu finden. Grinsend beobachteten wir sie und ich glaube, Johan war ein bisschen neidisch. Nachdem wir uns mit feuchten Tüchern im Zelt gewaschen – im Freien waschen war aufgrund der Sandfliegen unmöglich – und unsere Nudeln gegessen hatten, ging ich zurück zum Zelt und Johan machte einen kleinen Spaziergang. Plötzlich sprang ein Mann aus einem 20-Meter langen Campingwagen, rannte hinter Johan her und blubberte ihn voll, wie toll er doch Fahrradfahren fände.  Mit blutenden Ohren und leicht genervt kam Johan kurze Zeit später zum Zelt zurück. In der Zwischenzeit kam ein anderer Mann zu mir, um mir zu erzählen, wie schrecklich doch die Südinsel sei, da so viele Sandfliegen und so schlechtes Wetter und überhaupt sei doch alles so schrecklich. Kopfschüttelnd lagen wir kurz darauf im Zelt und hofften, dass sich der Axtmörder für heute Nacht ein anderes Opfer suchen würde. 

At another scenic campsite

Auch ein Traum-Campingplatz

Multi-purpose bikes

Mehrzweckräder

The weirdo campsite

Psycho-Campingplatz

And our little home in the sandfly corner

Unser Zuhause in der Sandfliegen-Ecke

Kurz vor dem Franz Josef Gletscher trafen wir Manta, einen aufgeregten japanischen Fahrradfahrer. Er erzählte uns, dass vor uns eine junge Frau auf einem Sitzfahrrad radele. Wir wurden hellhörig, da wir auf der Nordinsel bereits zweimal die Französin Lena, 68, getroffen hatten. Auch auf Nachfrage bestätigte uns Manta, dass es sich um eine junge Frau handle. Ungefähr zehn Minuten später trafen wir sie dann, die junge Frau: Lena! Wir mussten alle sehr lachen, was für ein Kompliment und was für eine Leistung. Lena fährt jeden Tag ungefähr 70km, legt kaum Ruhetage ein. Sie war am gleichen Tag wie wir in Hari Hari, wir bei Dulkara und sie im Motel nebenan. In den nächsten Tagen sollten wir sie noch öfters treffen und wir fuhren sogar einen Tag gemeinsam, aber das ist eine andere Geschichte.

Great views ahead and great views behind, thanks to a huge mirror!

Dank eines Riesenspiegels super Aussichten nach vorne und nach hinten

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Beautiful blue rivers with water from the glaciers

Milchigblaue Flüsse in denen Gletscherwasser fließt

Johan crossing one of the may one-way bridges

Johan überquert eine der unzähligen einspurigen Brücken

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Happy Manta from Japan

Der fröhliche Manta aus Japan

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Melissa, the teacher

Morning mood at Franz Josef

Morgenstimmung am Franz Josef

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More Maori art

Maori Kunst

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Lena, still cycling at 68, chapeau, Madame!

Lena fährt mit 68 noch immer Fahrrad. Hut ab, Madame!

Melissa from Spain

Melissa aus Spanien

Wir haben uns den Fox Gletscher aus der Nähe angesehen. Ziemlich beeindruckend, obwohl er kleiner ist als Franz Josef. Um dorthin zu kommen radelten wir durch den Wald und mussten dann noch ca. 30 Minuten im Gletschertal wandern.

On the way to the glacier

Auf dem Weg zum Gletscher

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On a section of about 300m there were huge signs telling us not to stop due to falling rocks. What is the first thing Johan does? STOP!

In einem Abschnitt von ca. 300m waren Warnschilder angebracht, hier nicht anzuhalten, da Felsen drohten, abzustürzen. Das erste was Johan nach so einem Schild macht: ANHALTEN!

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Wow! Look what's behind...

Wow! Was ein Gletscher…

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Obwohl wir noch hätten weiterfahren können, haben wir uns ein kleines Zimmer genommen, da die Wettervorhersage für die Nacht und den kommenden Tag sehr schlecht war. Wir wollten einen weiteren Ruhetag einlegen und schliefen aus. Gegen 9.30 Uhr kamen plötzlich Sonnenstrahlen durch unser Fenster. Nach genauer Inspektion mussten wir feststellen, dass das Wetter schön war. Also nichts wie raus aus den Federn, packen und frühstücken und um 10.45 Uhr saßen wir auf den Rädern. Eigentlich viel zu spät, da diese Etappe deutlich über 100km lang war, aber wir wollten einen schönen Tag nicht verschwenden. Und wir haben es nicht bereut. Ab und zu kam ein kleiner Schauer runter, aber ansonsten war das Wetter gut. Abends angekommen haben wir uns ein Essen im Restaurant gegönnt und später unser Zelt gerade noch vor dem nächsten Regenguss aufgebaut. Lena wartete schon auf uns ;-).

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Geradelte Distanzen:
5. Februar, Wellington – Picton, 16km
6. Februar – Ruhetag
7. Februar, Picton – Nelson, 117km
8. Februar, Nelson – Richmond, 16km
9. Februar, Richmond – St. Arnaud, 78km
10. Februar, St. Arnaud – Murchison, 65km
11. Februar, Ruhetag
12. Februar, Murchison – Springs Junction, 85km
13. Februar, Springs Junction – Reefton, 50km
14. Februar, Reefton – Greymouth, 85km
15. Februar, Ruhetag
16. Februar, Greymouth – Hans Bay, 73km
17. Februar, Hans Bay – Hari Hari, 94km
18./19. Februar, Regenpause
20. Februar, Hari Hari – Franz Josef, 66km
21. Februar, Franz Josef – Fox, 36km
22. Februar, Fox – Haast, 122km

Gesamtdistanz: 21.827km, davon 1,653 in Neuseeland

Where have all the hobbits gone?

5 – 22 February, 2014 – We took the 8am ferry from Wellington to Picton and before noon we were on the south island. The sail was beautiful through the Marlborough sounds with rolling green hills to both sides. We continued our journey a few days later to Nelson and this time cycled along the Marlborough sounds, a very scenic landscape and famous wine region. Nelson claims to have the most sunshine of this island, but we arrived in the pouring rain, wet and cold to the bones. As the rain wouldn’t improve we chose for a motel, what a luxury for us. We left late the following day and stopped early again, too tired from the long journey the day before.

Boarding time

Boarding time

Aboard with a still stiff back

Aboard with a still stiff back

The Marlborough sounds seen from the land

The Marlborough sounds seen from the land

Logging harbor

Logging harbor

More Marlborough sounds

More Marlborough sounds

Almost eaten by a mailbox shark

Shark attack

We then took a route through the mountains, mainly to avoid heavy traffic but also because it is so much more scenic. On our way we met Ruud, a Dutch cyclist, walking his bike up the hill with a huge backpack on his back. He was wearing thick clothes despite the warm temperatures, sweating like crazy and didn’t look very healthy. Johan met him first as he was as usual ahead of me and was really worried about him and asked if he was ok. But Ruud explained that he was more an uphill walker than cyclist. He hates hills and thinks he is much faster walking his bike. In the evening we wondered if he made it into town!

As from now we would meet at least two touring cyclists per day. One day there were nine!

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Nice discovery at a pee break in the forest

Nice discovery at a pee break in the forest

The landscape was absolutely stunning. Almost every day we thought that this day has been the nicest with the best scenery so far. But it would just continue to get better and better, with very few exception. One of it was Greymouth, named after the river Grey. The city is as grey and boring as the name and locals were a little strange as well.

Our first off-road experience from Murchison to Springs Junction:

Yes, we cycled through six streams, well, I actually walked through five, too wimpy!

Yes, we cycled through six streams, well, I actually walked through five, I am a coward!

Cycling with the cows, the farmer and busy working dogs to keep the cattle on track

Cycling with the cows, the farmer and busy working dogs to keep the cattle on track

Uphill in the forest

Uphill in the forest

Rain in the background

Rain in the background

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Bull fight

Bull fight

We also discovered the funny Kiwi accent and had a few communication issues at a local café, the only nice one we could find. We were asking for the size of the bowls for the salads and were shown a mini and a tiny bowl supposed to be the small and large one. As we are always very hungry I asked: “Are you serving the salads with bread?” The young lady behind the counter couldn’t understand me: “What?” “Do the salads come with bread, as the bowls are so tiny?” “WHAT?” “BREAD???” I first thought she was maybe deaf but then she replied: “Ah, you mean breeeeed?” Well, I actually meant bread, but breeeeeed would have been fine as well. Of course it came without. I just hope we don’t pick up this accent!

Another beautiful mailbox

Another beautiful mailbox

From Greymouth we continued along the Westcoast, also dubbed the Wetcoast as it rains a lot. And it was true, a few nice days were followed by a few rainy days. Thankfully it was still relatively warm with day temperatures around 20 degrees. In a small town on the way to the glaciers we could stay with Dulkara, another Warm Showers host and waited two days for the rain to stop. In this area it doesn’t make any sense to cycle in the rain as you won’t be able to see anything and that’s what it is all about here: breath-taking snow-capped mountains and glaciers to the left, the sea or river valleys to the right.

As often as possible we tried to avoid the highways and took back roads or dedicated cycle trails. These parts of our journey were usually the best ones: no traffic, bush cycling, and very remote. We often thought we were part of a fairy tale and small hobbits would soon cross our paths. But we were wrong, cowboys crossed our path at Cowboy’s Paradise, a replica wild west town. It was hilarious with dressed up cowboys and cowgirls, shootings and a real saloon where we could enjoy a drink and watch cowboys in action.

Leaving Greymouth on the Westcoast Wilderness trail:

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'Real' cowboys in action

‘Real’ cowboys in action

We're still working on Johan's helmet fittings ;-)

We’re still working on Johan’s helmet fittings ;-)

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The end of the beautiful cycling trail

The end of the beautiful cycling trail

On our way to Hari Hari:

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Gusty cross winds

Gusty cross winds

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Look at the clouds!

Look at the clouds!

With Dulkara

With Dulkara

Often we stayed at government-run and cheap campsites with little to no amenities. If we were lucky there was a toilet and drinking water. One day we stayed at a beautiful campsite only to discover that we were surrounded by some weird people, besides one million sandflies. We were about to pitch our tent in the rain when we heard a strange beep coming closer: a German woman with metal detector looking for treasures and she had to search around our tent, much to our amusement (I think Johan envied her a little bit). After we had washed ourselves with wet towels in the tent – a wilderness shower was absolutely impossible as the sandflies were eating us alive – and had eaten our pasta I headed back to the tent and Johan went for a walk. Suddenly a man jumped out of his 20m long camper-bus, run after Johan to talk to him about cycling and how much he loved it. A short walk and a weird conversation later Johan was back in the tent. In the meantime another man had approached me asking about our route and then told me, that everything would get so much worse on our way south: the sandflies, the weather, really bad choice he thought. Johan and I looked at each other with disapproval and hoped the axe murderer had chosen another campsite for tonight!!

At another scenic campsite

At another scenic campsite

Multi-purpose bikes

Multi-purpose bikes

The weirdo campsite

The weirdo campsite

And our little home in the sandfly corner

And our little home in the sandfly corner

Close to Franz Josef glacier we met a Japanese cyclist going the opposite direction. He was very excited and told us, there was a young woman ahead of us, cycling on a recumbent. We had met French Lena, 68, twice on the North island but as Manta was 100% sure that he met a young girl we thought there must be someone else on such a bike. About ten minutes later we saw her, Lena, the young girl :-). What a compliment and what an achievement for her. She hardly takes rest days and cycles constant distances of around 70km. We were at the same day in Hari Hari, she at the motel and we with Dulkara! We would meet her many more times the coming days and even cycle with her, but that’s another story.

Great views ahead and great views behind, thanks to a huge mirror!

Great views ahead and great views behind, thanks to a huge mirror!

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Beautiful blue rivers with water from the glaciers

Beautiful milky blue rivers with water from the glaciers

Johan crossing one of the may one-way bridges

Johan crossing one of the many one-way bridges

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Happy Manta from Japan

Happy Manta from Japan

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Melissa, the teacher

Morning mood at Franz Josef

Morning mood at Franz Josef

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More Maori art

More Maori art

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Lena, still cycling at 68, chapeau, Madame!

Lena, still cycling at 68, chapeau, Madame!

Melissa from Spain

Melissa from Spain

We decided to see the Fox glacier. It’s quite an impressive glacier even though smaller than Franz Josef. Getting there we cycled through the bush and afterwards walked through the glacier valley.

On the way to the glacier

On the way to the glacier

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On a section of about 300m there were huge signs telling us not to stop due to falling rocks. What is the first thing Johan does? STOP!

On a section of about 300m there were huge signs telling us not to stop due to falling rocks. What is the first thing Johan does? STOP!

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Wow! Look what's behind...

Wow! Look what’s behind…

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Despite we still would have had time to continue we checked into a hostel as the weather forecast was horrible for the night and the coming day. Hence we wanted to rest another day and slept in. At around 9.30 am we noticed the sun shining into our room. We took a closer look and realized that it was a beautiful day. We quickly changed our plans, packed up our stuff hectically, ate our breakfast and were on the bikes by 10.45pm. Far too late as we had to cover far more than 100km to Haast, but we didn’t want to waste a good day. And we didn’t regret it. We had the odd shower every now and then but for the rest it was a good cycling day. We treated ourselves to a nice restaurant dinner when we arrived at 7.30pm and met Lena once again on the campsite where we pitched our tent just before it poured again!

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Distances cycled:
5 February, Wellington – Picton, 16km
6 February – rest day
7 February, Picton – Nelson, 117km
8 February, Nelson – Richmond, 16km
9 February, Richmond – St. Arnaud, 78km
10 February, St. Arnaud – Murchison, 65km
11 February, rest day
12 February, Murchison – Springs Junction, 85km
13 February, Springs Junction – Reefton, 50km
14 February, Reefton – Greymouth, 85km
15 February, rest day
16 February, Greymouth – Hans Bay, 73km
17 February, Hans Bay – Hari Hari, 94km
18/19 February, rain rest
20 February, Hari Hari – Franz Josef, 66km
21 February, Franz Josef – Fox, 36km
22 February, Fox – Haast, 122km

Total distances cycled: 21,827km, of which 1,653 in New Zealand

Die Tongariro Wanderung

28. Januar – 4. Februar, 2014 – Unser Höhepunkt. Die Tongariro Durchquerung. Bisher haben wir noch nie eine so besondere Wanderung gemacht. Toll, trotz der vielen anderen Wanderer, die zur gleichen Zeit mit uns auf dem Berg waren.

Nach einem Radeltag mit vielen Steigungen, erst am See Taupo entlang und später dann in Richtung Berge und immer mit Blick auf die Vulkane entweder vor oder neben uns, kamen wir an einer Kreuzung mit einem Campingplatz und sonst nichts an. Zum Glück hatten wir all unser Essen für den nächsten Tag schon eingekauft, obwohl unser Radreiseführer, der erst im Oktober 2013 aktualisiert wurde, vermeldete, dass es einen Laden gibt. Die nächsten Läden waren entweder 25km zurück den Berg runter oder 25km weiter den Berg hoch. Beides keine Option für uns.

At lake Taupo

See Taupo

These are the mountains where we would hike the next day

Das sind die Vulkane, auf denen wir am nächsten Tag wandern sollten

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Das ist auch wieder so etwas, das wir nicht verstehen. Weder in Australien noch in Neuseeland gibt es Campingplätze, die Lebensmittel verkaufen. Es gibt immer toll ausgestattete Küchen, Tische und Stühle, saubere Duschen mit Warmwasser, aber nix zu essen. Ich frage mich ob das daran liegt, dass man hierfür in Neuseeland eine spezielle Lizenz braucht oder weil die meisten ja doch mit dem Auto unterwegs sind und immer alles selbst mitbringen. Wie auch immer, wir fänden es manchmal einfacher, wenn wir etwas kaufen könnten, vor allem wenn es weit und breit keine Alternative gibt.

Da wir beizeiten ankamen und auch nicht zu müde waren machten wir die Wanderung am darauf folgenden Tag.

Um 6:40 Uhr wurden wir abgeholt. Es war super nebelig und wir waren nicht sehr begeistert, da wir diese Wanderung nicht unbedingt ohne Aussichten machen wollten. Aber nach schon 10- minütiger Busfahrt klärte sich der Himmel und was wir für Nebel hielten waren tatsächlich Wolken. Um 7 Uhr standen wir dann wieder auf unseren eigenen Füßen und die Wanderung konnte beginnen. Zunächst ging es sehr einfach an einem kleinen Bächlein entlang durch steppenartige Landschaft. Nach einer Weile wurde der Weg dann deutlich steiler und wir stiegen am Tal entlang auf eine Gipfel zwischen zwei Vulkanen. Je höher wir stiegen, desto besser konnten wir Mount Egmont in der Ferne sehen, ein Wahrzeichen Neuseelands. Am Roten Krater auf einer Höhe von 1,886m wanderten wir in Richtung Tongariro Gipfel, ein kleiner Umweg, da wir denselben Weg wieder zurücklaufen mussten.

The start of the track

Am Anfang der Tour

The Red Crater

Der Rote Krater

Mount Egmont in the background

Mount Egmont im Hintergrund

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Mit jedem Meter, den wir voranschritten, veränderte sich die Landschaft. Wir bewunderten die drei Vulkane aus verschiedenen Blickwinkeln und fühlten uns so klein und hilflos zwischen diesen Monstern. Je mehr wir uns den Vulkanen näherten, desto weniger war sichtbares Leben erkennbar. Schilder in der Gefahrenzone von 3km rund um den noch aktiven Vulkan ermahnten uns, schnell zu gehen und keine Pausen zu machen. Bei fliegenden Steinen sollten wir so schnell wie möglich umdrehen! Das letzte Mal ist dieser Vulkan Ende 2012 ausgebrochen.

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The only flowers we spotted

Die einzigen Blümchen, die wir entdecken konnten

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Jetzt konnten wir auch endlich die Smaragdseen sehen. Wir schlitterten mehr als wir liefen, da der Weg aus Steinen und loser Asche bestand und sehr steil war. Das war manchmal ganz schön aufregend, da es links und rechts steil nach unten ging. Ein falscher Schritt und der Krater hätte uns für immer verschluckt! Von nun an ging es auch meistens nach unten, zuerst auf einem Zickzack-Pfad durch eine gräserbewachsene Hochebene und später durch einen endlos erscheinenden Wald bis zum Ende des Weges.

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Für die ca. 21km haben wir fast acht Stunden gebraucht. Diese Wanderung können wir allen, die die Insel besuchen, nur empfehlen. In den nächsten Tagen zeigte sich dann, wir einseitig wir doch unsere Muskeln benutzen. Wir hatten Muskelkater, dass wir kaum noch laufen, geschweige denn auf’s Fahrrad steigen konnten. Für’s Radeln scheinen doch deutlich unterschiedliche Muskeln zum Einsatz zu kommen, als beim Laufen. Das haben wir jetzt schmerzlich unter Beweis gestellt.

Da wir nichts mehr zu essen hatten, mussten wir trotz Muskelkater am nächsten Tag wieder aufbrechen. Fast den ganzen Tag konnten wir noch die Vulkane und schneebedeckten Berge neben uns bewundern und kamen nicht wirklich gut voran, da wir so oft für Fotos anhalten mussten.

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Kiwi birds, yippie! Unfortunately they are threatened and nocturnal animals and we haven't seen any so far.

Kiwis, juhu! Leider sind sie bedroht und dazu noch Nachtvögel und wir haben bisher noch keinen zu Gesicht bekommen.

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Struggling with the mattress in the wind

Der tägliche Kampf mit der Matratze und dem Wind

Die nächsten Tage radelten wir weiter durch wunderschöne Landschaften. Schafe und manchmal auch Kühe, die auf den Weiden grasten, beobachteten neugierig unser Radeln. Wusstet ihr, dass es in Neuseeland mehr Schafe als Einwohner gibt? Ich wette, dass das jedem vom Land der Kiwis bekannt ist.

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Shoe art on a fence along the road

Schuhkunst am Zaun

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Break before the last nasty hill

Noch eine letzte Pause vor dem großen Berg

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Interesting sign at a supermarket: no dirty gumboots.You need to know that there are supermarkets with carpets on the ground!!!

Interessantes Schild vor einem Supermarkt: Dreckige Gummistiefel ausziehen! Das muss man sich mal vorstellen. Aber hier gibt es auch noch Supermärkte mit Teppichboden, daher dann doch verständlich.

Unser Muskelkater legte sich so allmählich, aber ich bekam Rückenschmerzen, die jeden Tag schlimmer wurden. Das Wetter war nach wie vor super, viel Sonne und kühle Nächte, die uns immer gut in unserem Zelt schlafen ließen. Dieser Sommer sei außergewöhnlich, erzählte man uns. Der Verkehr meinte es allerdings nicht gut mit uns. Obwohl uns jeder erzählte, dass er, je weiter wir südlich kommen, immer weniger würde, kam es uns immer noch so vor, als wären viel zu viele Campervans, Lastwägen und sonstige Fahrzeuge unterwegs.  Nach ein Paar Tagen auf gefährlichen Straßen hatten wir die Nasen so gestrichen voll, dass wir für die letzten 120km nach Wellington den Bus genommen haben. Dort blieben wir dann bei einer deutsch-englischen Familie. Mittlerweile hatte ich so starke Rückenschmerzen, dass ich mich kaum noch bewegen konnte und in Wellington einen Arzt aufsuchte. Mit Schmerzmitteln und ein Paar homöopathischen Pillchen war der Spuk nach ein Paar Tagen wieder vorbei und wir beide bereit für mehr Abenteuer auf der Südinsel.

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With our hosts Susanne, Joe and Katrina in Wellington

Mit Susanne, Joe und Katrina in Wellington

Geradelte Kilometer:

29. Januar, Taupo – Tongariro, 77km
30. Januar, Tongariro crossing, 21km walking
31. Januar, Tongariro – Raetihi, 62km
1. Februar, Raetihi – Wanganui, 92km
2. Februar, Wanganui – Bulls, 56km
3. Februar, Bulls – Palmerston North – Wellington, 44km
4. Februar, Wellington, Ruhetag

Gesamtdistanz: 20.981km, davon 807km in Neuseeland

The Tongariro crossing

28 January – 4 February, 2014 – Our highlight. The Tongariro crossing. We’ve never done a hike as nice and as special as this one. Despite the few hundred other hikers being there as well.

After a day’s cycling with a  lot of climbs first along lake Taupo and later up the hills through forests and along another lake always with the volcanos ahead of or beside us we arrived at a junction with a small motor camp and nothing else. Thankfully we had bought all our food  for the next day as there wasn’t a shop nor a tea room nor a takeaway as described in our just recently updated cycling guide. The next shops were either 25km back down the hill or 25km up the hill.

At lake Taupo

At lake Taupo

These are the mountains where we would hike the next day

These are the mountains where we would hike the next day

DSCF4898DSCF5648That’s something I don’t understand at all. We’ve never camped at a campground either in Australia or New Zealand where we could buy some basic food stuff. They always have great kitchens, picnic tables, clean and hot showers, but never any groceries. I wonder if this is because it requires a special license or because everybody is driving anyway and it doesn’t make sense at all. Nonetheless, we would find it sometimes very useful, especially if there isn’t a store around the corner.

As we had arrived on time and weren’t too tired from the uphill cycling we chose to do the Tongariro hike the following day.

We got picked up at 6:40am on an extremely foggy morning. We were getting a little concerned as we didn’t fancy a walk without a view. But within a ten-minute bus ride we noticed that the fog was actually clouds and we were out and above of it. At 7am and on our feet again we started hiking or tramping, as the Kiwi would say. First along a creek through a scrub-like area with a few plants still growing. Nothing strenuous, so far just a nice little walk. The track then wound up a valley to the saddle between two volcanoes. Moving up we could see Mount Egmont, a landmark at the west coast, and the clouds slowly reclining below us. At the Red Crater and 1,886m above sea level we walked in the direction of the Tongariro summit, a little side trip we had to walk back again.

The start of the track

The start of the track

The Red Crater

The Red Crater

Mount Egmont in the background

Mount Egmont in the background

DSCF5061With every meter we moved on the scenery would change. We looked at the three volcanos from different angles and felt so small and helpless between these mighty monsters. Plants grew scarcely the closer we got to the volcanoes until there wasn’t any visible life anymore. Signs in the hazardous zone of about 3km around the just recently active volcano warned us to go through this area as quickly as possible and to return if we would see flying stones! Last serious outbreak was at the end of 2012.

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The only flowers we spotted

The only flowers we spotted

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We now could also admire the vivid Emerald Lakes as we walked down a steep slope on the rim of one of the craters. As the track was more rocks and loose ash we hardly walked but slid down. A little scary at times as one wrong step would have made us disappear in the crater forever! From now on we would mainly descend, first on a zig-zag slope down the mountain through tussock plains and later through an endless native forest to the end of the track.

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It took us almost eight hours for about 21km to complete the track. An experience we highly recommend to everyone visiting the island. The following days however proved how badly we use our muscles. We could hardly walk anymore nor mount the bikes because of our sore muscles. Cycling seems to be a very different exercise compared to walking! That’s proven now.

As we had no more food left we had to continue the following day with sore and tired legs. Almost all day we cycled with the view of the beautiful volcanoes and snow-capped mountains to the left and hardly made any progress as we had to stop often for photos.

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Kiwi birds, yippie! Unfortunately they are threatened and nocturnal animals and we haven't seen any so far.

Kiwi birds, yippie! Unfortunately they are threatened and nocturnal animals and we haven’t seen any so far.

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Struggling with the mattress in the wind

Struggling with the mattress in the wind

We continued cycling the following days through ever-changing and scenic landscapes. We were curiously watched by sheep and some cows grazing next to the road. Did you know that there are more sheep in New Zealand than people? I bet that’s the one fact everyone knows about Kiwiland.

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Shoe art on a fence along the road

Shoe art on a fence along the road

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Break before the last nasty hill

Break before the last nasty hill

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Interesting sign at a supermarket: no dirty gumboots.You need to know that there are supermarkets with carpets on the ground!!!

Interesting sign at a supermarket: no dirty gumboots.You need to know that there are supermarkets with carpets on the ground!!!

The pain in our legs slowly receded, but I developed a back pain that would worsen day by day. The weather was fantastic, a lot of sun and cool nights for a good night’s sleep. an extraordinary summer as we were told by the locals. Unfortunately the traffic didn’t get much better despite people telling us the further south we go, the less it would become. Still too many fast camper vans, trucks and other vehicles on the road and we got so tired from it that we took a bus for the last 120km to Wellington where we would once more enjoy the hospitality of a German/English family. My back was in the meantime hurting so much, that I couldn’t move properly anymore and went to the doctor. Pain killers and some homeopathic medicine did the trick and within two days I was more or less painless again and ready for exploring the south island!

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With our hosts Susanne, Joe and Katrina in Wellington

With our hosts Susanne, Joe and Katrina in Wellington

Distances cycled:

29 January, Taupo – Tongariro, 77km
30 January, Tongariro crossing, 21km walking
31 January, Tongariro – Raetihi, 62km
1 February, Raetihi – Wanganui, 92km
2 February, Wanganui – Bulls, 56km
3 February, Bulls – Palmerston North – Wellington, 44km
4 February, Wellington, rest day

Total distance cycled: 20,981km of which 807km in New Zealand