New Blog Updates Available / Neuer Blog

We’ve just published new blogs on our new site at https://2cycletheworld.wordpress.com. For those who are interested in following our journey you can register at the new site and get updates automatically by email. Enjoy reading!

Neue Blogs sind ab sofort auf unserer neuen Webseite unter https://2cycletheworld.wordpress.com online. Falls ihr euch für unsere Reise interessiert, könnt ihr euch auf unserer neuen Webseite registrieren und ihr erhaltet neue Blogs automatisch per E-Mail. Viel Spaß beim Lesen!

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Dear friends,

In a few weeks from now we will embark on a new cycling adventure. The new adventure will also bring some changes with it. First of all, a new blog. If you wish to continue following our travels, you can subscribe to our new blog at http://2cycletheworld.wordpress.com. For now there will be more information about our planned route and more.

We are looking forward to staying in touch with all of you!

See you!

Johan and Baerbel

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Liebe Freunde,
in wenigen Wochen ist es soweit und wir begeben uns in ein neues Radelabenteuer. Mit der neuen Reise wird es auch einige Veränderungen geben. Zunächst einmal einen neuen Blog. Wenn ihr uns weiterhin virtuell auf unseren Reisen begleiten möchtet, könnt ihr euch auf unserem neuen Blog unter http://2cycletheworld.wordpress.com registrieren. Dort findet ihr auch mehr Infos zu unserer geplanten Route.

Wir freuen uns, mit euch allen in Kontakt zu bleiben!

Herzlichst,

Johan und Bärbel

Ein Urlaub am Rande des Abgrunds – Teil 2

8. Tag – 62km von Gwatt über Genf nach Seyssel (F): Hoch lebe Frankreich! Hurra, endlich in Frankreich angekommen und endlich scheint die Sonne. Aber erst einmal der Reihe nach. Nachdem die Wettervorhersage für unsere Strecke durch die Schweiz weiterhin schlecht war, entschieden wir uns, mit dem Zug nach Genf zu fahren in der Hoffnung auf Sonnenschein je weiter südlich wir kommen. Und wir hatten Glück. Nach einer ca. zweistündigen Zugfahrt kamen wir in glühender Hitze in Genf an. Wir fanden das super und nach einem schweineteuren Mittagessen (20EUR für ein kleines Thunfischbrötchen, zwei Empanadas und zwei Joghurt) radelten wir für eine Weile entlang der Rhone. Am frühen Nachmittag passierten wir auf ruhigen Straßen und inmitten eines Naturschutzgebietes die Grenze nach Frankreich. Im ersten Dorf plünderten wir die Bäckerei, tranken leckeren Espresso für nur 1 EUR, fuhren weiter durch malerische Landschaften und erhaschten hier und da einen Blick auf den wolkenumhangenen Mont Blanc und das Rhone-Tal. Gegen Abend wurde ich rasend, da Johan – der wie üblich 50-100m vor mir fuhr – das Dorf links liegen lies, in dem eigentlich laut unserer Karte ein Campingplatz sein sollte. Wie vom Teufel besessen radelte ich ihm hinterher, schrie und fuchtelte, konnte ihn aber erst nach ca. 1km einholen.  Gemeinsam fuhren wir wieder zurück nur um zu erfahren, dass es gar keinen Campingplatz im Dorf gibt. Wir sollten doch noch ca. 20 km weiter radeln, dann käme ganz sicher ein Campingplatz. Ich hatte nicht wirklich Lust, da wir auch nicht wussten, ob wir den Dörflern glauben konnten, dass es nur bergab ginge. Doch dieses Mal hatte der Fahrradgott Mitleid mit uns und es ging tatsächlich fast die ganze Strecke bergab, durch eine fantastische Landschaft und immer die untergehende Sonne im Blick. Wir kamen gut gelaunt im nächsten Dorf an, stellten unser Zelt auf einem schönen, aber dreckigen Campingplatz auf, kochten und genossen den Rest des Abends bei einem Glas Wein.

9. Tag – 67km nach Les Marches: Morgens regnete es mal wieder bis nach 10 Uhr. Wir warteten also wieder ab, bis die Sonne schien und radelten auf kleinen wenig befahrenen Straßen meist am See entlang nach Aix-les-Bains. Dort gab’s dann erst mal Mittagessen und nachmittags radelten wir gemütlich nach Chambery, von wo aus wir links in Richtung Berge fuhren. In den letzten Tagen hatte ich Husten bekommen, der von Tag zu Tag schlimmer wurde. Zusätzlich war mein Hintern wundgescheuert, was für mich das Radfahren etwas anstrengender gestaltete als es eigentlich hätte sein sollen, da wir bisher die Berge immer nur von weitem betrachteten. Vor Tagen schon meinte Johan, wir könnten ja auch mit dem Zug nach Südfrankreich fahren und von dort unsere Reise fortsetzen. Aber davon wollte ich nichts hören. Ich war auf  die französischen Alpen eingestellt und wollte unbedingt einige der berühmten Tour de France-Pässe erklimmen. So fuhren wir also weiter in Richtung Berge, hielten am ersten Campingplatz und ließen den Tag mit einer leckeren Pizza und einer Flasche Wein ausklingen.

Close to Aix-les-Bains

Kurz vor Aix-les-Bains

10. Tag – 74km nach St. Jean de Maurienne: Es stürmte in der Nacht und regnete am Morgen. Wir warteten bis das Schlimmste vorbei war und fuhren wieder mal spät los. Mein Husten hatte sich nicht verbessert, im Gegenteil, hinzu gesellten sich Kopfschmerzen. Trotzdem hatte ich Spaß am Radeln, da wir auf tollen kleinen Nebenstraßen in einem Tal fuhren, manchmal an einem reißenden Fluss entlang, durch hübsche, wie ausgestorbene Dörfer, an alten Bauernhöfen und Villen vorbei und immer mit Blick auf hohe Berge links und rechts. Rückenwind half uns über manch einen Hügel, aber wegen meiner Erkältung war ich doch sehr erschöpft. Wir haben uns ein Hotelzimmer genommen in der Hoffnung, dass ich meine Erkältung so schneller auskurieren kann.

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11. Tag – St. Jean de Maurienne: Habe die ganze Nacht gehustet und Johan wach gehalten, den Tag über geschlafen und versucht, gesund zu werden. Ab dem Nachmittag regnete es Bindfäden.

12. Tag – St. Jean de Maurienne: Der Husten hat nachgelassen, heute gab’s Schnupfen und mir war so gar nicht nach 2.500m-Pässen. Darum dachten wir, den Zug nach Turin zu nehmen. Pustekuchen! Auf dieser Strecke fährt nur der TGV und der nimmt keine Fahrräder mit. Die einzige Möglichkeit, die Berge zu umgehen, war entweder zurückzufahren oder Mont Cenis nach Italien zu überqueren. Da Zurückfahren für uns keine Alternative war, entschieden wir uns für den Berg. ES REGNET DEN GANZEN TAG ÜBER!

13. Tag – 97km nach Susa (I): Was für eine tolle Strecke! Mir ging es endlich etwas besser und ich fühlte mich in der Lage, den Berg zu bezwingen. So fuhren wir um 8 Uhr los, um die 66km bergaufwärts zu schaffen. Glücklicherweise waren die Steigungen mit maximal 9% sehr gemäßigt. Schnelle, in dicken Kleidern vermummte E-Biker überholten uns ohne Gruß, wahrscheinlich war es ihnen peinlich; schnelle, leichtgewichtige Rennradfahrer überholten und motivierten uns und wir fuhren langsam aber guten Mutes weiter. Kurz nachdem wir den Pass auf ca. 2.100m erreichten wurden wir mit den bislang besten Ausblicken belohnt. Um ehrlich zu sein dachten wir, wir wären durch ein Loch gefallen und in Neuseeland wieder rausgekommen, so irreal, mystisch und einfach nur wunderschön war die Landschaft. Noch ein paarmal mussten wir uns entlang des Sees bergauf quälen bevor wir laaaaange nach unten flogen. In Susa aßen und übernachteten wir in einem früheren Kloster aus dem 15. Jahrhundert für wenig Geld. Auf die Frage, ob die Rezeptionistin auch Englisch spräche, bekamen wir zur Antwort: “Nein, natürlich nicht, dies sei ja schließlich auch Italien und nicht England.” Abends gab es dann leckere hausgemachte Pasta im Klosterambiente.

Still easy going

Noch läuft es einfach

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At the bottom of the pass

Am Fuße des Berges

More than an hour later

Mehr als eine Stunde später

Almost there...

Fast oben…

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We made it once more!

Mal wieder geschafft!

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Ciao Bella Italia!

Ciao Bella Italia!

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Our little bedroom at the monastery

Unser Zimmer im Kloster

The former monastery

Klosterinnenhof

14. Tag – 37km nach Avigliana: Ich hasse italienisches Frühstück, was ich schon fast vergessen hatte. Es gab zwei Minischeiben Zwieback, ein Plastikcroissant und ein Stückchen trockenen Sandkuchen pro Person. Wir suchten uns sofort nach Abreise ein Cafe, um dort noch ein bisschen nachzulegen, dieses Mal mit leckeren gefüllten Croissants. Wir genossen das schöne Wetter auf einer typisch italienischen Terrasse und beobachteten genüsslich die Espresso-trinkenden und spazierenden Italiener. Da wir noch müde vom Vortag waren, fuhren wir nur zum nächsten See, stellten unser Zelt auf und entspannten uns für den Rest des Tages.

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The Susa valley

Susa-Tal

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15. Tag – 88km nach Santa Maria: Im Zickzackkurs und bei prächtigem Wetter ging es zunächst nach Turin. Es dauerte ewig, bis wir im Zentrum ankamen, die Stadt fühlte sich riesig an und die Strecke zog sich wie Kaugummi. Wir kauften neue Landkarten für den Rest unserer Strecke und fuhren nach dem Mittagessen weiter in Richtung Osten, dieses Mal entlang des Flusses Po. Hier konnten wir lange Strecken auf Radwegen direkt am Fluss entlang radeln, manchmal mussten wir allerdings auf die Hauptstraße ausweichen. Die Gegend wurde immer weniger touristisch, was sich dadurch bemerkbar machte, dass es kaum noch Hotels geschweige denn Campingplätze gab. Uns war klar, dass wir heute Nacht irgendwo wild kampieren mussten. Wir kochten daher unser Abendessen auf einem kleinen Platz in einem Dorf und fuhren dann in Richtung Fluss, um hier einen guten Platz zu finden. Leider waren wir plötzlich in einer Gegend, wo Reis angebaut wird und weit und breit ließ sich kein geeigneter Zeltplatz finden. Wir fuhren weiter bis zum Sonnenuntergang und fanden weitab der Zivilisation ein kleines Plätzchen im 1-Meter hohen Gras. Moskitos fraßen uns bei lebendigem Leib und nach einer Katzenwäsche mummelten wir uns gerade rechtzeitig bei Einbruch der Dunkelheit in unsere Schlafsäcke.

Torino

Turin

Leaving the big city

Raus aus der großen Stadt

Our camp spot next to the river Po

Unser Zeltplatz am Po

A vacation on the edge – part 2

Day 8 – 62km from Gwatt via Geneva to Seyssel (F): Vive la France! Hooray, we are in France and the sun is shining. But first things first. As the weather forecast was poor we decided to take the train to Geneva to avoid the worst in hope for sunshine further south. And we were lucky. After an about 2-hour train ride we arrived at Geneva and it was bloody hot. We loved it of course and after another expensive lunch (20EUR for a small tuna sandwich, two empanadas and two yoghurt) we continued for a while along the river Rhone. In the early afternoon we passed the border to France while cycling on a quiet road through a natural reserve. In the first village we raided a bakery, had delicious 1-EUR-coffee and continued through picturesque landscapes with stunning views of the Mont Blanc (partly covered in clouds of course) and the Rhone valley. I got angry when Johan – as usual 50-100 meters ahead of me – passed the village where a campsite was indicated on the map. I managed to catch up with him after about 1km and we both returned. Unfortunately our map’s campsite didn’t exist and people advised to continue another 20km to the next village. As it was getting late already I wasn’t in the mood at all, especially as we didn’t know if we would have to pedal uphill or could roll downhill. But this time the cycle god was helping us and let us roll down for most of the 20km through even more beautiful landscapes while the sun was slowly setting. We arrived happy again at a tiny and cheap campsite with filthy facilities but nice surroundings, cooked and enjoyed a glass of wine.

Day 9 – 67km to Les Marches: Rain in the morning until after 10am. By the time we left the sun was shining again and we cycled on small roads along the lake to Aix-les Bains where we had lunch. The afternoon continued easy and after Chambery we had to turn left in the direction of the mountains. Over the last few days I had developed a cough which got worse day by day. This added to saddle sores made cycling a little more challenging that it should have been as we still only looked at mountains. Days ago Johan mentioned we could also take the train to the South of France and continue cycling from there. But I desperately wanted to go for a challenge and cycle the French Alps and some of the famous Tour de France passes. So we continued in the direction of the mountains, stopped at the first campsite and ended the day with a delicious pizza and a bottle of wine.

Close to Aix-les-Bains

Close to Aix-les-Bains

Day 10 – 74km to St. Jean de Maurienne: Storm at night, rain in the morning. We waited for the worst to be over and left late again. My coughing got worse over night and a headache added to my misery. I still enjoyed that day’s cycling as we mostly rode on fantastic small roads through a quiet valley, along a torrential river, through small villages and passing a lot of old farmhouses and mansions. The wind in the back eased the constant uphill, but with my cold I still arrived shattered. We booked ourselves into a small hotel hoping for my speedy recovery.

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Day 11 – St. Jean de Maurienne: Coughed all night, slept and tried to recover all day. Rain all afternoon by the way.

Day 12 – St. Jean de Maurienne: Less coughing, but I still felt miserable and not able to climb 2,500m+ passes for days. So we thought we could take a train to Torino in Italy instead. Failed! The only train passing St. Jean de Maurienne was the TGV which doesn’t take bicycles. The only way to get out of the mountains was to return to Chambery or to climb Mont Cenis to Italy. As going back wasn’t an alternative for us we decided for the climb. RAIN ALL DAY!

Day 13 – 97km to Susa (I): What a fantastic ride! I felt slightly better and able to climb and we left at 8am to tackle the 66km uphill ride. Thankfully there weren’t really steep climbs, maximum gradients of 9% were doable. Fast E-bikers passed us packed in all their clothes (the way we cycle downhill) without greetings, I guess they felt too embarrassed; fast lightweight cyclists passed with encouraging words and we continued at slow-motion, but happy. Shortly after we had passed the top at 2,100m we were rewarded by the best views of this trip. We actually thought we had fallen through a hole and had just turned up in New Zealand again. Very unreal, very mystic and very beautiful. A few more ups along the lake and then we flew down, down, down and into Susa, where we ate and slept for little money at a beautiful former monastery built sometime in the 15th century. The lady running the place only talked Italian to us. As we asked her if she could speak English, she said NO, why should she speak English, this is Italy! Hilarious! We had a delicious dinner in the monastery with yummy homemade pasta!

Still easy going

Still easy-going

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At the bottom of the pass

At the bottom of the pass

More than an hour later

More than an hour later

Almost there...

Almost there…

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We made it once more!

We made it once more!

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Ciao Bella Italia!

Ciao Bella Italia!

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Our little bedroom at the monastery

Our little bedroom at the monastery

The former monastery

The former monastery

Day 14 – 37km to Avigliana: I hate Italian breakfast, completely forgot about that. All we got were two mini-slices of Zwieback (in Germany we only eat this when we are sick), a plastic croissant each, and a piece of dry cake each. First thing we did after our departure was going to a café to have some more breakfast, this time yummy croissants with nice fillings. We enjoyed sitting in the sun on a typical Italian square with strolling and espresso-drinking Italians. With the mountain still in our legs we cycled to the next lake, pitched our tent early and rested for the rest of the day.

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The Susa valley

The Susa valley

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Day 15 – 88km to Santa Maria: We left at beautiful weather to cycle zigzags to Torino as we wanted to avoid busy roads. We mostly failed but still arrived unharmed. It took ages to cycle into town, Torino felt really huge. We bought Italian maps for the rest of our trip, had a nice lunch and continued cycling east along the river Po. Often we could avoid heavy traffic, but sometimes we had to move to the busy road as there were only sand or no paths along the river. We were now cycling in a non-touristic area and it became clear we would have to stealth camp as there weren’t campsites nor hotels. We didn’t really mind, cooked dinner at a square in a little town and continued cycling to find a good camp spot next to the river. But we were suddenly in the rice fields. Again we thought we got secretly transferred to Vietnam without us noticing. That also meant that there wasn’t a single grassy spot where we could pitch our tent. So we continued cycling and cycling until the sun had almost set and we had found a piece of about 1m high grass, next to the river, away from civilization. The mosquitos ate us alive, and we were thankful for our wet wipes to get rid of the worst dirt. Still sticky we were back in our sleeping bags just when night fell.

Torino

Torino

Leaving the big city

Leaving the big city

Our camp spot next to the river Po

Our camp spot next to the river Po