Hey you – farang, farang!

14. – 19. August 2013 – Wir haben genau sechs Tage bis zur malaysischen Grenze gebraucht und sind sogar einen Tag vor Ablauf unserer Visa dort angekommen. Trotz starkem Muskelkater während der ersten Tage – drei sportlose Wochen sind an uns leider nicht spurlos vorbeigegangen – waren diese sechs Tage absolut super. Ich glaube sogar, dass die Route, die wir uns ausgesucht haben, die schönste in Thailand war und wir haben jede Minute genossen. Anfangs sind wir lange an der Küste entlang gefahren und konnten auf kleinen, fast verkehrslosen Straßen fahren. Uns wurde auch schnell klar, dass sich hierher wenige Touristen verirren, da wir pausenlos von überall um uns herum gegrüßt wurden. Autos und Motorräder fuhren langsam neben uns her, um ein Foto von uns zu machen und alle Paar Minuten hörten wir von irgendwoher ‘Hey you!’, ’Hello’, ‘Farang, Farang!’ (farang bedeutet Ausländer auf Thai). Manchmal hörten wir auch nur eine Ziege oder eine Kuh und mussten schmunzeln, da wir  deren Meckern oder Muhen für einen Willkommensgruß gehalten und selbstverständlich höflich zurückgegrüßt haben.

Uns hat dieser Teil von Thailand auch so gut gefallen, weil die Gegend sehr ländlich ist. Viele kleine landwirtschaftliche Betriebe bauen Reis an und bewirtschaften Kautschuk- und Palmölplantagen, um verwitterte Holzhäuser sind bunte Gemüsegärten angelegt und tausenden Kokospalmen säumen Straßen und Horizont. Immer wieder dazwischen radeln wir durch dichten und vor allem schattigen Wald. Je weiter wir uns der malaysischen Grenze näherten, desto ‘dschungeliger’ wurde die Landschaft. Zwischen den Tempeln tauchten immer mehr Moscheen auf, später wurde uns gesagt, dass die meisten Fischer Moslems sind. Für uns fühlt sich das immer wieder sehr exotisch an, wenn wir den Imam mehrmals am Tag beten hören, immerhin haben wir das seit November in der Türkei nicht mehr gehört.

Leaving Koh Samui

Auszug aus Koh Samui

I'm cycling....

Radeln, radeln…

Sunset at the sea

Sonnenuntergang am Meer

Street kitchen

Eine Küche am Straßenrand

Cycling through a natural reserve and in between two lakes

Radeln in einem Nationalpark und zwischen zwei Seen hindurch

Same, same...but this time resting.

Wie oben, aber dieses Mal pausierend.

He's cycling...

Er radelt auch…

At the same beautiful lake but further south now.

Derselbe schöne See, nur weiter südlich.

More of the beautiful lake

Noch mehr schöner See.

Johan hasn't had too many beer, he is just enjoying himself on the bike ;-)

Nein, Johan hat nicht zuviel Bier getrunken, er freut sich nur so, dass er wieder radelt 😉

Jummy lunch

Leckeres Mittagessen…

...followed by the mandatory table nappy.

…und das übliche Mittagsschläfchen danach.

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At one of the pink hotels where you can rent rooms for a few hours only...

Eines der vielen Stundenhotels in pink…

...and have mirrors at the ceiling.

…das sogar Spiegel an der Decke hat.

Our last day in Thailand

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Getting very close to the border!

Gleich sind wir an der Grenze!

The Taliban are everywhere, even in Thailand!

Die Taliban sind überall, sogar in Thailand!

Final climb before the border

Der letzte Anstieg vor der Grenze

The cute little border in the middle of the jungle

Der kleine, gemütliche Grenzübergang mitten im Dschungel.

Auf unserem Weg haben wir bei Amazon auch immer wieder leckeren Cappuccino getrunken und Kuchen gegessen, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Buchversand! Denn man weiß ja nie genau wie der Kaffee im nächsten Land so schmeckt, dann mal besser rechtzeitig auftanken.

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Was uns nicht wirklich gefallen hat, waren unsere täglichen Pannen ab dem dritten Tag. Es begann mit Johans Fahrrad und einer gebrochenen Speiche am Hinterrad, danach kam am nächsten Tag eine weitere gebrochene Speiche am selben Fahrrad, wieder am Hinterrad. Und am dritten Tag wieder eine gebrochene Speiche und wieder Johans Fahrrad. Am vierten Tag brach dann eine Speiche am Hinterrad meines Fahrrads. Und das ungefähr eine halbe Stunde nachdem wir im ersten Fahrradladen, den wir gefunden haben 30 neue Speichen gekauft haben. Am fünften Tag brach dann eine weitere Speiche an meinem Rad und am sechsten Tag hatte Johan dann mal wieder einen Platten. Und als ob das noch nicht genug wäre hat auch unser Benzinkocher den Geist aufgegeben und Johan hat zwei Tage gebraucht, um ihn zu reparieren. Ach so, nicht zu vergessen, dass bei Johans neuer Kamera der Autofokus nicht mehr funktioniert. Wir sind genervt! Aber zum Glück reise ich mit Johan, dem Handwerker, der so fast alles wieder ganz bekommt.

Johan the Fixer

Johan, der Handwerker

Eine Nacht haben wir bei Pad von ‘Warmshowers’ übernachtet. Er wohnt mit seiner Frau, einem Hund und einer Katze in einem kleinen Holzhaus mitten im Wald. Wir haben fast zwei Stunden gebraucht um ihn zu finden, da er telefonisch nicht erreichbar war und hätten sogar beinahe aufgegeben. Wieder einmal wäre ein Navi sehr hilfreich gewesen. Aber gut, dass wir ihn dann doch noch gefunden haben, wir hatten einen schönen gemütlichen und entspannten Abend bei leckerem Thaiessen und sind am nächsten Morgen ausgeruht und satt weitergefahren. Vielen Dank Pad, wir hoffen, dich nächstes Jahr in Europa zu treffen!

Coffee time

Kaffeezeit

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Da dies unser letzter Blog über Thailand ist, ist es auch an der Zeit ein bisschen über die Merkwürdigkeiten des Landes zu schreiben. Aber zuerst die Lobeshymne: wir haben unsere zwei Monate in Thailand sehr genossen, wenn unser Visum nicht abgelaufen wäre, wären wir wahrscheinlich noch länger geblieben. Obwohl wir den Norden Thailands nicht gesehen haben, sind wir durch faszinierende Landschaften gefahren, haben tolle, immer lächelnde, hilfsbereite und uns willkommen heißende Menschen getroffen. Wir haben natürlich super lecker gegessen und konnten kaum genug von Pad Thai, dem Nationalessen, bekommen. Wir sind fast 2.700km in Thailand geradelt, manchmal auf sehr befahrenen Straßen, oft auf sehr kleinen und ruhigen Nebenstraßen, haben uns hunderte Male verfahren, aber was soll’s. Noch öfters hat uns die Art und Weise wie Thais den weg erklären total verwirrt, aber nochmals, was soll’s, wir haben ja alle Zeit der Welt.

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15,000km!

15.000km!

Aber nun zu den Merkwürdigkeiten Thailands, die nicht immer allzu ernst zu nehmen sind… Beginnen möchte ich mit den nervigen Hunden. Seit Rumänien haben wir nicht mehr so viele blöde Hunde gesehen, in Thailand haben sie uns bis zum letzten Kilometer fast in den Wahnsinn getrieben und Johan hat wieder Steine mit sich rumgeschleppt. Am Schlimmsten waren die Hunde, die plötzlich in freier Landschaft aus einem Gebüsch sprangen, während wir träumenderweise die Landschaft bewunderten. Dazu kommt, dass Thais ihre Hunde lieben und sehr stolz auf sie sind und die meisten waren nicht wirklich begeistert von unseren Selbstverteidigungsmaßnahmen (ich habe in der Regel geschrien und Johan hat Steine geschmissen). Immerhin hat ein Hund in meine Fahrradtasche gebissen und ein anderer hatte beinahe meinen Fuß in seinem Maul, den warmen Atem habe ich schon gespürt.

Auch bemerkenswert waren all die Menschen mit Puder und Creme im Gesicht und auf dem Körper, die die Haut weißer machen. Männer und Frauen aller Altersklassen benutzen diese ‘Weißmacher’. Das wäre ja nicht weiter nennenswert, aber das Zeug ist so ungleichmäßig über den Körper verteilt, dass die Menschen aussehen, als wären sie in einen Eimer Mehl gefallen. Kinder bekommen das Pulver oder die Cremes auch verpasst, wir hoffen nur, dass das lediglich Sonnenschutz ist und nicht Weißmacher. Es ist im Übrigen auch fast unmöglich Cremes, Bodylotions oder Deos ohne Weißmacher zu kaufen. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das gesund ist.  Übrigens konnten wir diese ‘Weißmachprozeduren’ in ganz Südostasien beobachten. Asiaten möchten einfach gerne weiß sein und tun dafür was sie können.

Und nun zu den Verkehrsregeln. Ich glaube ja nicht, dass es die hier gibt und was ich unten beschreibe, gilt im übrigen für alle asiatischen Länder, die wir bisher bereist haben.

Regel Nummer 1: Je langsamer, desto weniger Rechte. Es sei denn, du bist ein Fußgänger. Dann kannst du nämlich gehen und stehen wo immer du möchtest. Du schaust nie nach links oder rechts oder nach hinten, sondern gehst einfach, alle anderen werden schon um dich herum fahren. Und da ich ja nach Gehör gehe, bemerke ich auch nicht, dass ein Fahrrad ankommt, Fahrradklingeln überhöre ich sowieso. Wir machen in der Zwischenzeit immer einen großen Bogen um Fußgänger. Das ist zumindest für uns deutlich sicherer.

Regel Nummer 2: Auf einem Moped oder Motorrad machst du auch was du willst. Auf keinen Fall rechts schauen, wenn du an einer Kreuzung links abbiegst oder umgekehrt, wird schon keiner kommen und wenn doch, kannst du ja immer noch in der Mitte der Straße halten und blöd kucken oder lachen. Motorräder und Mopeds haben meist zwei Spiegel, die aber nicht benutzt werden, um den Verkehr zu beobachten, sondern um das Makeup nachzulegen oder zu überprüfen, ob die Frisur noch sitzt.

Regel Nummer 3: Autos, aber eigentlich gibt es in Thailand nur Pickups und SUVs, können weder bremsen noch blinken. Ich bin sogar davon überzeugt, dass Autos nicht automatisch mit Bremsen und Blinker ausgestattet werden. Wahrscheinlich gehören sie zu den Extras, die teuer dazugekauft werden müssen und diese Kosten kann man sich ja locker sparen. Da investiere ich doch lieber in ein paar PS mehr.

Regel Nummer 4: LKWs. Ja, was kann ich hierzu schreiben außer, dass sie stinken und dass in diesem Teil der Welt noch niemand etwas von Rußfiltern gehört hat. Wenn ein LKW überholt, sehen wir zunächst nur noch schwarz und sind danach mehr oder weniger selber schwarz. Und selbstverständlich haben auch LKWs immer Vorfahrt und parken mit Vorliebe auf Seitenstreifen und Fahrradwegen. Aber zumindest haben sie immer einen weiten Bogen um uns gemacht, damit wir genug Platz haben.

Regel Nummer 4: Als Busfahrer bist du der König der Straße und immer zu spät dran, daher gilt alles oben Geschriebene selbstverständlich auch für Busfahrer. Außerdem scheint es ein beliebter Sport zu sein, Fahrradfahrer zu schneiden indem sie überholt werden wie wild und nur fünf Meter weiter wird dann voll auf die Bremsen gestiegen, um mehr Passagiere aufzunehmen – Radler mit einer Thai-Flagge in der Größe eines Fußballfeldes sind da klar im Vorteil. Und wenn du Glück hast, passiert das in einer Stadt alle paar Hundert Meter!

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass jeder macht was er will, irgendwer wird schon aufpassen. Meist sind das die wenigen Radler!

Vielen Dank Thailand, uns hat’s trotzdem gefallen und wir kommen bestimmt eines Tages wieder zurück.

Geradelte Kilometer:
14. August, Koh Samui – Khanom, 54km
15. August, Khanom – Nakhon S.T., 122km
16. August, Nakhon S.T. – Hua Sai, 82km
17. August, Hua Sai – Phattalung, 85km
18. August, Phattalung – Khuan Ru, 78km
19. August, Khuan Ru – Perlis State Park (MY), 81km

Gesamte Distanz: 15.245km von denen wir  2.657km in Thailand geradelt sind.

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Hey you – farang, farang!

14 – 19 August, 2013 – It took us six days to reach the Malaysian border and we managed to arrive there one day before our visas would expire. These six days were fantastic despite our sore muscles, three weeks without any exercise had taken their toll. I think the route we chose was the most scenic of all Thailand and we enjoyed every minute on our bikes. We tried to follow the coast most of the times and mainly cycled on low-traffic roads. We could also tell that not many tourists are visiting this area as we were greeted by everyone, our photo was taken from motorbikes or cars just driving slowly next to us and every few minutes we heard ‘Hey you!’, ’Hello’, ’Farang, Farang!’ (The latter is the Thai word for foreigner). Sometimes it was just the bleaking of a goat or the mooing of a cow we mistook for a warm welcome to the area.

We loved this part of Thailand so much as it was very rural with a lot of farmland, rice paddies, rubber and palm-oil plantations, many beautiful vegetable gardens around wooden houses, thousands of coconut palm-tree and thick forest in between. Towards the end of our Thai journey and the closer we got to the Malayan border it became more and more ‘junglish’. Along the coast we also saw a lot of mosques in between the many temples, for us a very exotic feeling hearing the imam praying once more, the first time since Turkey. We were told that most fishermen in this area are muslims.

Leaving Koh Samui

Leaving Koh Samui

I'm cycling....

I’m cycling….

Sunset at the sea

Sunset at the sea

Street kitchen

Street kitchen

Cycling through a natural reserve and in between two lakes

Cycling through a natural reserve and in between two lakes

Same, same...but this time resting.

Same, same…but this time resting.

He's cycling...

He’s cycling…

At the same beautiful lake but further south now.

At the same beautiful lake but further south now.

More of the beautiful lake

More of the beautiful lake

Johan hasn't had too many beer, he is just enjoying himself on the bike ;-)

Johan hasn’t had too many beers, he is just enjoying himself on the bike 😉

Jummy lunch

Yummy lunch…

...followed by the mandatory table nappy.

…followed by the mandatory table nappy.

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At one of the pink hotels where you can rent rooms for a few hours only...

At one of the pink hotels where you can rent rooms for a few hours only…

...and have mirrors at the ceiling.

…and have mirrors at the ceiling.

Our last day in Thailand

Our last day in Thailand

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Getting very close to the border!

Getting very close to the border!

The Taliban are everywhere, even in Thailand!

The Taliban are everywhere, even in Thailand!

Final climb before the border

Final climb before the border

The cute little border in the middle of the jungle

The cute little border in the middle of the jungle

Along the way we also enjoyed coffee and delicious cakes at our favorite coffee shop Amazon, not to be confused with the online bookseller of the same name! You never know what the next country will bring!

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We did not enjoy the daily failures we encountered as of day three. It started with Johan’s bike and a broken spoke at his rear wheel, the next day another broken spoke, same bike, same wheel. Followed the next day by another broken spoke, again same bike, same wheel. The fourth day, after we surprisingly managed to buy 30 new spokes at the first bike shop we found, my bike gave in with a broken spoke at the back. And guess what, the fifth day another spoke broke in my rear wheel. On the sixth day Johan had a flat tire. Our stove also stopped working and it took Johan two days to fix it again and on top Johan’s new camera doesn’t focus anymore. Very annoying! But thankfully I am cycling with handyman Johan, or Johan the Fixer, who can repair almost everything.

Johan the Fixer

Johan the Fixer

One night we slept at a warmshower host in the middle of a forest in his small wooden house where Pad lives with his wife, a cat and a dog. It took us almost two hours to find his house as we couldn’t reach him over the phone and we once again wished we had GPS with us. Despite the trouble getting there – we almost gave up – we had a great and relaxed evening, delicious Thai food and continued our journey the next day relaxed and well fed. Thank you Pad and we hope to see you in Europe next year!

Coffee time

Coffee time

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As this is our final post about Thailand it is time to write a bit about some oddities of this country as well. But let me first let you all know that we very much enjoyed our two months in Thailand, if it wasn’t for the visa we could have stayed longer. Even though we couldn’t visit the far North of the country we saw fantastic and diverse landscapes, met wonderful, ever-smiling, helpful and welcoming people. We of course ate great food and could hardly get enough of their famous Pad Thai dish. We cycled almost 2,700km on sometimes very busy roads, on often quiet and lonely roads, got lost a hundred times, but who cares?, and got confused even more times about how Thai’s explain the way, but again, who cares, as we have the time of the world.

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15,000km!

15,000km!

But now to the peculiarities of Thailand, not always to be taken too seriously… First of all, the dogs continued to be annoying until the very last kilometer, since Romania we’ve never seen so many stupid dogs and Johan started to carry stones with him for our protection. Most petrifying were those dogs jumping out of the scrub while we were pedaling and dreaming on our bikes. Thais love their dogs and most of them weren’t really pleased when we tried to protect ourselves (me yelling and Johan throwing stones).

Very strange to us as well were all the people with whitening powder and cream all over their bodies. Men and women of all ages could be seen with it, it looks so horrible as it isn’t spread equally over the skin, it looks more as if they accidentally fell into a bucket of flour. They use it on kids as well and we are seriously hoping that it is just sun protection in their faces and not whitening cream. It is by the way also almost impossible to find cosmetics such as moisturizer, body lotion or deodorant without whitener. This can’t be healthy! And sadly but true, we encountered the ‘whitening procedures’ all over southeast Asia. Asians just love white skin and they do a lot for it if they can.

And now the traffic rules, I still doubt they exist, but this is what we discovered and this actually as well is true for all Asian countries we travelled through.

Rule #1: The slower you are the lesser rights you have on a road. There is one exception, pedestrians. As a pedestrian you just go wherever you want, never look back or forth or right or left, just go, motorized vehicles will go around you. As cyclists usually don’t make any noise and our bells are being ignored we always give every pedestrian a wide berth, much safer for us!

Rule #2: If you sit on a motorbike or moped you also just do what you want. Never look right if you turn left at a crossing or the other way around, you anyway have priority. Every moped comes with two mirrors and if you think they are used for checking the traffic you failed! They are only used to check if the hair or makeup still looks OK.

Rule #3: Cars, or should I better say pickup trucks and SUVs as you hardly see anything else on Thailand’s roads, never brake or indicate directions. I even doubt cars have brakes or indicators, all they do is go as fast as possible and turn whenever they need. Most likely these are considered gadgets and come as an extra and most people save some cost on them.

Rule #4: Trucks. What can I say about trucks other that they stink and that diesel filters definitely don’t exist in this part of the world. Usually we’re coated in black after a truck has passed and can’t see anything for the next few hundred meters. They of course also always have priority even if they don’t and they like to park on shoulders or bike lanes. But at least most of the truck driver took a wide berth around us as to give us some space on the streets.

Rule #4: As bus driver you are the king on the road and seemingly always late, hence all of the above applies to busses. On top they really love to cut cyclists – cyclists don’t exist and/or are invisible unless they have a Thai flag the size of a football field on their bikes – by passing and stepping heavily on the brakes right in front of a cyclist to welcome a few more passengers. If you are ‘lucky’ this happens in a city and you get passed by the same bus several times and the procedure is the same as before.

Thank you again Thailand, it’s been a great country and we’ll be back one day for sure.

Distances cycled:
14 August, Koh Samui – Khanom, 54km
15 August, Khanom – Nakhon S.T., 122km
16 August, Nakhon S.T. – Hua Sai, 82km
17 August, Hua Sai – Phattalung, 85km
18 August, Phattalung – Khuan Ru, 78km
19 August, Khuan Ru – Perlis State Park (MY), 81km

Total distance cycled: 15,245km of which 2,657km in Thailand

Fiebrige Zeiten

26. Juli – 13 August 2013 – Unsere wie wir finden wohlverdienten Ferien auf Koh Samui haben im Krankenhaus begonnen und auch dort geendet. Da Johan schon seit längerem einen unangenehmen Hautausschlag am Oberkörper mit sich rumschleppte, wurde es nun höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Uns wurde das Bangkok Samui Krankenhaus empfohlen und praktischerweise lag dies auf unserem Weg in Richtung Lamai. Innerhalb von 30 Minuten hatte Johan einen Termin bei einem Internisten, da der Hautarzt leider im Urlaub war. Johan bekam dann Tabletten gegen die Allergie sowie eine stinkende Lotion, die er sich zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufschmieren musste. Sonnenallergie also, hatten wir uns schon gedacht. Der Hautarzt hat diese Diagnose dann eine Woche später nochmals bestätigt.

Noch am selben Nachmittag haben wir Sonia und ihre Freundin getroffen und einen schönen Nachmittag und fast den ganzen nächsten Morgen quatschenderweise verbracht. Am nächsten Morgen haben wir uns dann verabschiedet und den Rest des Tages am Pool und am Strand gefaulenzt. Ich hatte mich für eine Fastenkur enschieden, die hier viele gemacht haben, da ich meinem Körper nach all dem schlechten Essen der letzten Wochen etwas Gutes tun wollte. Zusätzlich zur Trinkkur gabe es noch vier Yogastunden, vier Thai-Massagen, Meditation und Dampfsauna. Obwohl die Thai-Massagen ziemlich hart sind, hat mir das am meisten Spaß gemacht, Yoga war aber auch nicht schlecht. Ich bin nur leider nicht sehr beweglich und dehnbar, eher das Gegenteil, daher sind viele Yoga-Übungen reinste Tortur für mich.  Das Fasten war super hart für mich. Nur am ersten und sechsten Tag durfte ich drei Mahlzeiten zu mir nehmen, Obst, Salat und ein Gericht meiner Wahl. An den übrigen vier Tagen gab es Obstsalat zum Mittagessen und den Rest des Tages hieß es trinken, trinken, trinken, allerdings sehr leckere Frucht- und Gemüseshakes. Ich bin die ganzen sechs Tage vor Hunger fast eingegangen. Von Riesenportionen zu fast nichts mehr auf dem Teller war wohl etwas zu abrupt für meinen Magen, aber es war doch eine interessante Erfahrung anderen beim Essen der köstlichsten Gerichte zuzuschauen und selber stark zu bleiben und zu verzichten. Johan hat sich in der Zwischenzeit einer ganz anderen Diät unterzogen, da er den ganzen Tag hungrig war – wie übrigens immer – aß er zu jeder Mahlzeit zwei Gerichte und danach noch leckere Nachspeisen.

Lara, Sonia and the rest of the gang

Lara, Sonia und der Rest

View from our hotel

Vom Hotel aus gesehen

Fishermen

Fischer

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Busy Lamai at night

Viel Betrieb auf Lamais Straßen, auch am Abend

Yoga time

Yoga

Sogar sechs Tage Fasten nehmen ein Ende aber leider habe ich mich danach nicht wirklich gut gefühlt. Ich hatte keinen Appetit mehr und war extrem müde. Zunächst haben wir das auf das Fasten geschoben, da dies die einzig logische Erklärung für uns war.

In der Zwischenzeit ist eine andere Freundin mit ihrer Familie auf Koh Samui angekommen und wir haben sie in ihrem Hotel besucht. Einen weiteren schönen Nachmittag haben wir quatschenderweise verbracht. Sie haben uns auch die sehnlichst erwarteten Ersatzteile für unsere Räder mitgebracht, die uns unser Sponsor Idworx freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.  Da das Hotel nur ca. 15km entfernt war, sind wir dorthin geradelt, haben das aber schnell bereut, da die Straße so dermaßen hügelig ist, dass ich mich nach dem ersten steileren Berg fast übergeben hätte. Und das ohne Gepäck auf den Rädern! Wir sind diesen Teil der Strecke auch geradelt, als wir auf Koh Samui angekommen sind und jetzt ist mir schon klar, warum ich mein Fahrrad diesen Berg hochschieben musste.  Als wir dann am Spätnachmittag zurückgefahren sind, fühlte sich die Strecke ein bisschen einfacher an, war aber immer noch hart. Nach dem Abendessen bekam ich plötzlich Fieber und Schüttelfrost und mir wurde abwechselnd heiß und kalt. Blödes Fasten, dachte ich mir. Fast den ganzen nächsten Tag habe ich dann im Bett verbracht und das Fieber ging zum Glück wieder zurück. Aber leider nur für ein Paar Tage. Wir haben uns dann wieder mit Laetitia und Familie getroffen, dieses Mal in unserem Hotel. Und dann kam das Fieber wieder und zwar richtig. Ich bin den nächsten Tag wieder im Bett geblieben und das Fieber hat auch wieder nachgelassen. Aber nur, um nachts dann richtig zuzuschlagen. Ich hatte fast 40 Grad Fieber und wir dachten jetzt wird es wohl Zeit, dass ich auch zum Arzt gehe. Und das Resultat war wie erwartet Dengue Fieber. Ich habe dann drei ganze Tage im Krankenhaus und am Tropf verbracht und jeden Tag sagte mir die Ärztin voraus, was demnächst passieren wird: zunächst ging das Fieber weg und dann langsam die Gliederschmerzen. In der zweiten Nacht fing der Juckreiz an den Händen und Füßen an. Mein Appetit sollte erst drei Tage, nachdem ich das Krankenhaus verlassen hatte, wieder zurückkehren. Das Gute an der Krankheit ist, dass ich jetzt für sechs Monate immun gegen Dengue Fieber bin, außerdem schädigt das Virus weder Leber noch andere Organe wie das bei Malaria der Fall ist.

Laetitia & Co.

Laetitia & Co.

Our new mascot ;-)

Unser neues Maskottchen 😉

Pouring rain - we're in the rainy season

Strömender Regen – es ist Regenzeit

Selling bracelets at the hotel

Armbandverkauf im HotelMy nice room at the hospitalMein schönes Zimmer im Hotel 

Zurück im Hotel und auf dem Weg der vollständigen Erholung bin ich dann auch wieder mit Johan lange am Strand entlang gelaufen und wir haben im Meer und Pool gebadet. Johan hat sich auch sehr fleißig um unsere Räder gekümmert, sie geputzt, neue Ketten aufgezogen und jetzt sehen Rudi und Smokey wieder wie neu aus. Viel mehr haben wir nicht wirklich gemacht, da auf der Insel an sich sehr viel los ist und sie für unseren Geschmack etwas zu touristisch ist. Wir haben unser schönes Hotel direkt am Strand genossen und vor allem das gute Essen hier.

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Favorite mode of transportation

Lieblings-Transportart der Thais

Johan's favorite outside restaurant

Johan’s Lieblingsrestaurant außerhalb es Hotels…

...and his favorite beer.

…und sein Lieblingsbier.

On the market again

Mal wieder auf dem Markt

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Clean again!

Sauber!

Nach fast drei Wochen auf der Insel heißt es für uns jetzt wieder weiterziehen. Unsere Beine und Füße sind schon ganz kribbelig und wir freuen uns, unsere Reise in Richtung Malaysia fortzusetzen. Wir müssen auch weiter, weil unsere Visa am 20. August ablaufen und mit den thailändischen Behörden ist in diesen Dingen nicht zu spaßen.

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Drückt die Daumen, dass wir es schaffen, vor dem 20. August bis nach Malaysia zu radeln und uns nicht wieder so verzetteln wie auf dem Weg nach Koh Samui.

Friday night fever

26 July – 13 August, 2013 – Our what we think well-deserved vacation on Koh Samui began in hospital and ended in hospital. As Johan had developed this skin rash all over his upper body it was high time to see a doctor. The Bangkok Samui hospital, the one everybody would recommend, was on our way to our hotel on the other side of the island so we stopped by and within 30 minutes Johan could see a doctor. As the dermatologist was on vacation he was helped by the internist and got a few pills against allergies as well as a stinking liquid to be put on his rash as the doctor thought it was a sun allergy, as we suspected as well. The dermatologist where Johan had a second appointment a week later confirmed this diagnosis.

That afternoon we met with Sonia and her girlfriend and had a lovely time chatting with them all afternoon and most of the following morning. The next morning we bid them farewell and relaxed by the pool and on the beach. I decided to detox and fast for six days, as everybody was doing it here and I felt a bit I needed to clean my body from all the junk food we ate the last months. The detox package came with four yoga sessions, four Thai massages, meditation and four times steam bath. I mostly enjoyed the massages to be honest but yoga was nice as well. I am just so stiff that a lot of exercises are really hard for me. Johan usually calls me ‘stieve hark’ if he sees me mounting my bike or trying to climb on something, our Dutch followers will understand! The fasting was very hard for me. On day one and six I was allowed to eat three meals of which one was a salad, one a fruit platter and one I could choose. For the remaining four days I only got a fruit platter for lunch, for the rest I was drinking many different and super healthy smoothies and shakes. I was hungry throughout. From eating enormous amounts of food to hardly anything was too much of a change for my stomach, but I thought it was an interesting experience to watch others eating the most delicious dishes while remaining strong and keeping to my hard diet.  Johan at the same time went on a quite different eating program, as he was as hungry as I all day he ate most of the times two main meals followed by yummy desserts.

Lara, Sonia and the rest of the gang

Lara, Sonia and the rest of the gang

View from our hotel

View from our hotel

Fishermen

Fishermen

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Busy Lamai at night

Busy Lamai at night

Yoga time

Yoga time

Even these six days came to an end but unfortunately I wasn’t feeling well. I somehow lost my appetite and felt really tired. We first blamed it on the detoxing as that was the only logic reason.

In the meantime another friend arrived with her family on Koh Samui and we visited her in her hotel and spent another really nice afternoon chatting away. They also brought a lot of desperately needed spare parts for our bikes which our sponsor Idworx kindly provided. We cycled there as it wasn’t too far away – only 15km – but almost instantly regretted it as the road was so extremely hilly, that we had to stop after the first tough climb as I almost had to throw up! And this without any luggage on the bikes. We cycled that part of the road when we arrived on the island as well and I now know why I had to push my bike up this nasty hill. We returned in the evening before dark, the road felt a little easier this direction, but it was still hard. Right after dinner I suddenly developed a high fever and I was trembling like hell and somehow went from being ice-cold to super-hot! Damn the detoxing, I thought to myself. I would stay most of the next day in bed and the fever went away, thankfully, but only until a few days later. Again, we met with Laetitia and her family, this time at our hotel, and spent another lovely afternoon with them when the fever returned. This time even higher. I once more would spend the following day in bed, the fever would go down again and I thought by now I am over it. But no, another night with almost 40 degrees fever and we decided I needed to see a doctor. And the diagnosis was as expected: Dengue fever. I spent three full days in hospital and on IV and every day the doctor would tell me what would happen next to my body and all happened exactly the way: first the fever wouldn’t return anymore, then the pain would slowly go away and then, the second night in hospital, the itching would start. My appetite would only return three days after I left hospital, also as predicted. The good news about Dengue fever is that I am now immune for the next six months and the fever does not damage the liver or any other organs as is the case with Malaria.

Laetitia & Co.

Laetitia & Co.

Our new mascot ;-)

Our new mascot 😉

Pouring rain - we're in the rainy season

Pouring rain – we’re in the rainy season

Selling bracelets at the hotel

Selling bracelets at the hotel

My nice room at the hospital

My nice room at the hospital

While recovering I also resumed my daily walks along the beach, swimming in the sea and the pool together with Johan. Johan worked hard on the bikes, cleaned them, replaced our old chains and fixed old tires so Rudi and Smokey look again as new. We didn’t really do much else as the island is far too busy and too touristic for us and we enjoyed the hotel and its fantastic location by the sea and the good food.

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Favorite mode of transportation

Favorite mode of transportation

Johan's favorite outside restaurant

Johan’s favorite outside restaurant…

...and his favorite beer.

…and his favorite beer.

On the market again

On the market again

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Clean again!

Clean again!

After almost three weeks on the island it is time for us to move on once more. We got itchy feet and legs by now, this time from looking forward to continuing our journey towards Malaysia. We also have to move on as we have a deadline to meet, our visas expire on August 20 and the Thai authorities are not amused by any kind of visa violation.

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So keep your fingers crossed that we’ll be able to enter Malaysia on our bikes before 20 August and don’t face the same hassle on the roads as we did when we wanted to reach Koh Samui.