Hier stinkt’s!

16. – 28. Januar, 2014 – Früh am Morgen sind wir in Auckland angekommen. Nach einem riesigen Streit mit dem indischen Taxifahrer (er berechnete uns exakt das doppelte der Taximeter-Gebühr und Johan wagte zu fragen, wie das denn käme), schraubten wir unsere Fahrräder zusammen. Am frühen Nachmittag radelten wir dann ungefähr 28km zu Leanne, Dave und ihren fünf Kindern, wo wir zwei Tage blieben, um uns auszuruhen und unsere Route durch Neuseeland zu planen.

Am Tag als wir dann aus Auckland raus radelten trafen wir an einer Tankstelle ein nettes Ehepaar aus Tauranga, die uns direkt zu sich nach Hause einluden! Was wir mal wieder für ein Glück hatten. In den nächsten Tagen sollten wir noch mehr nette Menschen treffen, die uns entweder etwas zu essen gaben, uns einluden oder Campingplätze für uns ausfindig machten. Bis jetzt ist Land Nummer 19 ein sehr gastfreundliches Land!

View over Auckland on top of the 'One-tree-hill'

Aussicht über Auckland vom “Ein-Baum-Berg”

Wir verlassen Auckland über den Amsterdam Platz

Wir verlassen Auckland über den Amsterdam Platz

Aber vor Tauranga, wo wir bei Joy und Peter übernachteten, mussten wir noch mit dem Orkan June kämpfen. Wir waren in der Kleinstadt Paeroa, berühmt für ihre ‘in Neuseeland weltberühmte Limonade L&P’, die wir auch direkt am ersten Abend in Auckland probieren durften. An diesem Tag regnete und stürmte es schon den ganzen Nachmittag und wir kamen nass und durchgefroren am Campingplatz an. Zum Glück konnten wir einen Campingwagen für nur 20 Dollar mieten. Zum Glück? Das sollten wir in der Nacht noch bereuen. Denn es kam Orkan June. Das war wohl unsere gruseligste Nacht, die wir bisher hatten. Der Campingwagen wackelte so sehr, dass wir dachten, er würde jede Minute umfallen. Irgendwann in unserer schlaflosen Nacht gab es plötzlich einen Kurzschluss begleitet von Blitzen und hell erleuchtetem Himmel und in den dann folgenden Stunden hatten wir mal Strom und mal nicht. Das wussten wir, da der Kühlschrank andauernd an- und ausging. Nachdem wir diese Nacht schlaflos verbrachten, blieben wir noch eine weitere, da wir uns den schweren Abschnitt unserer Strecke nicht halb schlafend antun wollten. Wir mussten nämlich auf der verkehrsreichsten Schnellstraße der Nordinsel weiterfahren, die von Radfahrern auch ‘Selbstmord-Highway’ genannt wird. Offensichtlich haben wir’s überlebt, aber Spaß gemacht hat es keinen, da tatsächlich viel und schneller Verkehr unterwegs war und an den gefährlichsten Streckenabschnitten gab es noch nicht einmal einen Seitenstreifen. Gegen Mittag trafen wir ein deutsches Radlerpaar mit zwei kleinen Kindern, die drei Monate in Neuseeland unterwegs sind. Wir hoffen, dass auch sie die Strecke gut überstanden haben.

Our little shelter from the rain

Unser kleiner Camper, der uns Schutz vor dem Regen gab

Just before we hit the suicide highway - 30km cycle trail on an old railway track

Kurz vor dem Selbstmord-Highway. Ein Weg ganz allein für Radfahrer

Also part of the railway track - a 1km long tunnel

Auch Teil des Radwegs, ein 1km langer Eisenbahntunnel

Gold mining!

Eine Goldmine!

Every truckload contains about xxkg of gold and xxkg of silver

Jeder dieser LKWs transportiert ca. 90 bis 100 Tonnen Steine. Und eine Ladung Erz enthält ungefähr zwei Esslöffel Gold und 20 Esslöffel Silber.

Lush nature with tree ferns that look like palm trees

Natur satt und Farne, die aussehen wie Palmen.

A German vehicle with German owners on New Zealand's roads!

Ein deutsches Fahrzeug mit deutschen Besitzern in Neuseeland!

Sharing the suicide highway with many trucks and Paul and Janine with their kids from Halle

Wir teilen die Straße mit vielen LKWs und Paul und Janine aus Halle

In Tauranga waren wir bei Joy und Peter, die uns einige Tage eher in Auckland eingeladen hatten. Wir haben uns die Stadt und den berühmten Berg angeschaut und sind an Traumstränden entlang geradelt. Am folgenden Tag haben wir dann die Küste verlassen, um ins Zentrum der Insel zu den Vulkanen zu fahren. Bevor wir die stinkende Stadt Rotorua jedoch erreichten, haben wir noch unseren Ex-Kollegen Frederik und seine Familie besucht, die uns kontaktiert haben, als sie hörten, dass wir in Neuseeland unterwegs sind. Wir haben einen schönen Abend verbracht, unter anderem leckere belgische Pommes gegessen und haben uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Rotorua gemacht.

Taking fun photos near Tauranga's beach

Spaßfotos am Strand von Tauranga

Cycling to the beach

Auf dem Weg zum Strand

The stunning beach

Der Traumstrand

Enjoying the famous Pavlova dessert with our hosts Joy and Peter

Wir essen leckere  Pavlova mit Joy und Peter

View on the way to Rotorua

Schöne Aussicht

Uphill, most of the day

Und hoch den Berg, den ganzen Tag.

Arrived at Rotorua lake

Ankunft am Rotorua See

With Frederik and Riet

Mit Frederik und Riet

An amazingly clear creek in the village where Frederik & family live

Ein Bach mit super klarem Wasser im Dorf, wo Frederik wohnt

Redwood trees, not native, but still beautiful

Mammutbäume, sind hier zwar nicht heimisch, aber trotzdem schön

Rotorua riecht man, bevor man es sieht. Die Stadt selber ist nicht toll. Touristen werden mehr von den Maoris angezogen, da diese Stadt die höchste Anzahl an Maoris im Land hat. Und natürlich von den ganzen thermischen Aktivitäten, die den Gestank mit sich bringen. Das ist schon beeindruckend. Überall dampft es und stinkt nach verfaulten Eiern, was vom Schwefel und nicht von irgendwelchen menschlichen Blähungen kommt, was man zunächst annehmen möchte😉.

This is right at the beginning of Rotorua, once again amazing!

Hier beginnt Rotorua, beeindruckend!

Maori artwork

Maori Kunst

A little hot lake in the center of the city

Ein kleiner heißer See inmitten der Stadt

Wir haben Wai-O-Tapu, auch Thermales Wunderland genannt, besucht. Das Gebiet besteht sprichwörtlich aus eingefallenen Kratern, kalten und kochenden Becken aus Wasser, Schlamm und Fumarolen. Das ganze Gebiet mit seinen vielen Seen ist sehr farbenfroh, wobei die Farben von verschiedenen Mineralien herrühren. Für uns war das eine faszinierende Erfahrung, da wir beide so etwas noch nie gesehen haben. Es ist schon erstaunlich, was Mutter Natur so alles produziert.

The sign says it all

Das Schild sagt alles

Another quiet cycle path on the way to Taupo

Ein Fahrradweg auf dem Weg nach Taupo

A hot river, the water temperature is about 40 degrees Celsius

Ein heißer Fluss, die Wassertemperatur ist um die 40 Grad

Nature's artwork

Naturkunst

At the Thermal Wonderland: the water temperature is about 100 degrees Celsius!

Im thermalen Wunderland: Der See ist über 100 Grad warm

Walking through the rain forest at the park

Regenwald im Park

Another thermal lake

Ein smaragdfarbener See

DSCF4653

This is NOT photoshopped, the lake is called devil's bath and we doubt we'd like to take a bath in there.

Dieser See ist wirklich so grün, er heiß ‘Des Teufels Bad’, ich glaube nicht, dass wir darin baden möchten

Bubbling mud

Kochender Schlamm

More amazing scenery on the way to Taupo

Noch mehr tolle Landschaft auf dem Weg nach Taupo

In Taupo sind wir zwei Nächte bei Toni und Llewyn geblieben, bevor wir uns in Richtung Highlight der Nordinsel aufmachten – der Tongariro Wanderung. Die beiden sind vor ein Paar Jahren aus England nach Malaysia geradelt und Toni ist die Nichte von Joy, bei der wir in Tauranga übernachteten.

Craters of the moon close to Taupo

Die Krater des Mondes, kurz vor Taupo

Johan probiert ein neues Rad aus

Johan probiert in Taupo ein neues Rad aus

Blick von Taupo auf Mount Tongariro

Blick von Taupo auf Mount Tongariro

With Toni and Llewyn after another great evening with great wine and food

Mit Toni und Llewyn nach einem super Abend mit leckerem Essen und Wein

Gefahrene Kilometer:

16. Januar, Auckland airport – Auckland: 29km
17./18. January, Auckland, Ruhetage
19. Januar, Auckland – Orere Point, 87km
20. Januar, Orere Point – Paeroa, 86km
21. Januar, Paeroa, restday
22. Januar, Paeroa – Tauranga, 84km
23. Januar, Tauranga, 35km
24. Januar, Tauranga – Hamurana, 53km
25. Januar, Hamurana – Rotorua, 36km
26. Januar, Rotorua – Wairakei, 86km
27. Januar, Wairakei – Taupo, 16km
28. Januar, Taupo, restday

Gesamtdistanz: 20.727km, davon  553km in Neuseeland

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