G’day, no worries mate.

11. – 18. November 2013  – Nach einem langen und schlaflosen Flug von Kuala Lumpur nach Melbourne, einem Frühstück mitten in der Nacht und drei Stunden vor Ankunft, sind wir sicher in Melbourne gelandet. Sehr aufregend, nun auf  dem dritten Kontinent und im 18. Land unserer Reise angekommen zu sein. Zügig haben wir die Einreiseformalitäten erledigt – oh Wunder, wir mussten weder Räder noch sonstige Taschen auspacken. Jetzt hieß es, einen vollen Tag am Flughafen zu verbringen, da unsere Gastgeber natürlich tagsüber nicht zuhause waren. Da blieb uns nichts anderes übrig, als zum zweiten Mal zu frühstücken. Und der erste Schock blieb auch nicht aus: zwei langweilige Sandwiches und zwei lausige Kaffees für schlappe 20 EUR. Da saßen wir erst einmal wie bedröppelt und sinnierten, wie wir wohl in den kommenden Wochen möglichst kein Vermögen ausgeben.

Wir sind dann jeder für sich durch den Flughafen spaziert, erstaunt über die qualitativ hochwertigen Produkte zu allerdings horrenden Preisen. Nach genau einem Jahr und einer Woche in Asien mussten wir uns erst wieder an westliche Preise gewöhnen, zumal in Australien alles noch wesentlich teurer ist als in Europa.

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Midday nap at the airport

Mittagsschlaf am Flughafen

Um 18 Uhr haben wir dann ein Taxi mit unserem Gepäck voll beladen und sind nach Preston zu unseren super netten Gastgebern Oanh und Nic gefahren, wo wir dann über eine Woche blieben.
Wir mussten uns nicht nur an ein anderes Preisniveau gewöhnen, sondern auch an das Wetter war. Es war saukalt, um es mal platt auszudrücken. Von über 30 Grad Celsius und mehr als 70% Luftfeuchtigkeit in Asien nach 10 Grad in Australien ließ uns dauerfrieren. Die ersten Tage hatten wir fast all unsere Klamotten an, bis dann der Sommer endlich wieder zurückkam. Das ist übrigens typisch Melbourne.  Ein Tag Sommer und am nächsten Tag ist es fast schon wieder Winter. Die Temperaturschwankungen sind riesig.
Die ersten Tage in Melbourne haben wir mit Einkaufen verbracht. Erst mit dem Fahrrad in die Stadt, um alle Outdoorläden zu inspizieren und Preise zu vergleichen und am nächsten Tag dann Power-Shoppen: warme Socken, warme Pullis, Wasserflaschen, umweltfreundliches Outdoor-Waschmittel und anderes Campingzubehör, das in der Zwischenzeit verloren oder kaputt ging. Das alles, um für die nächsten Monate zelten gut ausgerüstet zu sein. Und dann war die Woche auch schon fast vorbei. Wir hatten nur noch einen halben Tag für Besichtigungen, aber da wir jeden Tag mit dem Rad in die Stadt gefahren sind, haben wir auch so schon einiges gesehen. Melbourne ist eine tolle Stadt, mit vielen alten Häusern und Kolonialgebäuden, viel Grün und einem Fahrradweg entlang eines Baches, der einem das Gefühl gibt, irgendwo auf dem Land zu sein.
There is Aldi in Australia - thanks goodness ;-)

Hurra – Aldi ist auch in Australien!

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Abends haben wir immer gemeinsam mit Nic und Oanh gegessen, uns besser kennen gelernt, Fahrradgeschichten ausgetauscht und Tipps für Tasmanien bekommen. Am Wochenende sind wir dann mit Oanh im Warribee Nationalpark gewandert. Unsere erste Buschwanderung durch sehr schöne Landschaft. Vielen Dank Oanh, hat Spaß gemacht.

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Und dann hieß es, ‘Auf nach Tasmanien’, Zeit, um wieder ein bisschen zu radeln. “G’day, no worries mate”, wie der Australier so schön sagt.
Gefahrene Kilometer: 17.802km, davon 120km in Australien

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