Fiebrige Zeiten

26. Juli – 13 August 2013 – Unsere wie wir finden wohlverdienten Ferien auf Koh Samui haben im Krankenhaus begonnen und auch dort geendet. Da Johan schon seit längerem einen unangenehmen Hautausschlag am Oberkörper mit sich rumschleppte, wurde es nun höchste Zeit, einen Arzt aufzusuchen. Uns wurde das Bangkok Samui Krankenhaus empfohlen und praktischerweise lag dies auf unserem Weg in Richtung Lamai. Innerhalb von 30 Minuten hatte Johan einen Termin bei einem Internisten, da der Hautarzt leider im Urlaub war. Johan bekam dann Tabletten gegen die Allergie sowie eine stinkende Lotion, die er sich zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufschmieren musste. Sonnenallergie also, hatten wir uns schon gedacht. Der Hautarzt hat diese Diagnose dann eine Woche später nochmals bestätigt.

Noch am selben Nachmittag haben wir Sonia und ihre Freundin getroffen und einen schönen Nachmittag und fast den ganzen nächsten Morgen quatschenderweise verbracht. Am nächsten Morgen haben wir uns dann verabschiedet und den Rest des Tages am Pool und am Strand gefaulenzt. Ich hatte mich für eine Fastenkur enschieden, die hier viele gemacht haben, da ich meinem Körper nach all dem schlechten Essen der letzten Wochen etwas Gutes tun wollte. Zusätzlich zur Trinkkur gabe es noch vier Yogastunden, vier Thai-Massagen, Meditation und Dampfsauna. Obwohl die Thai-Massagen ziemlich hart sind, hat mir das am meisten Spaß gemacht, Yoga war aber auch nicht schlecht. Ich bin nur leider nicht sehr beweglich und dehnbar, eher das Gegenteil, daher sind viele Yoga-Übungen reinste Tortur für mich.  Das Fasten war super hart für mich. Nur am ersten und sechsten Tag durfte ich drei Mahlzeiten zu mir nehmen, Obst, Salat und ein Gericht meiner Wahl. An den übrigen vier Tagen gab es Obstsalat zum Mittagessen und den Rest des Tages hieß es trinken, trinken, trinken, allerdings sehr leckere Frucht- und Gemüseshakes. Ich bin die ganzen sechs Tage vor Hunger fast eingegangen. Von Riesenportionen zu fast nichts mehr auf dem Teller war wohl etwas zu abrupt für meinen Magen, aber es war doch eine interessante Erfahrung anderen beim Essen der köstlichsten Gerichte zuzuschauen und selber stark zu bleiben und zu verzichten. Johan hat sich in der Zwischenzeit einer ganz anderen Diät unterzogen, da er den ganzen Tag hungrig war – wie übrigens immer – aß er zu jeder Mahlzeit zwei Gerichte und danach noch leckere Nachspeisen.

Lara, Sonia and the rest of the gang

Lara, Sonia und der Rest

View from our hotel

Vom Hotel aus gesehen

Fishermen

Fischer

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Busy Lamai at night

Viel Betrieb auf Lamais Straßen, auch am Abend

Yoga time

Yoga

Sogar sechs Tage Fasten nehmen ein Ende aber leider habe ich mich danach nicht wirklich gut gefühlt. Ich hatte keinen Appetit mehr und war extrem müde. Zunächst haben wir das auf das Fasten geschoben, da dies die einzig logische Erklärung für uns war.

In der Zwischenzeit ist eine andere Freundin mit ihrer Familie auf Koh Samui angekommen und wir haben sie in ihrem Hotel besucht. Einen weiteren schönen Nachmittag haben wir quatschenderweise verbracht. Sie haben uns auch die sehnlichst erwarteten Ersatzteile für unsere Räder mitgebracht, die uns unser Sponsor Idworx freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.  Da das Hotel nur ca. 15km entfernt war, sind wir dorthin geradelt, haben das aber schnell bereut, da die Straße so dermaßen hügelig ist, dass ich mich nach dem ersten steileren Berg fast übergeben hätte. Und das ohne Gepäck auf den Rädern! Wir sind diesen Teil der Strecke auch geradelt, als wir auf Koh Samui angekommen sind und jetzt ist mir schon klar, warum ich mein Fahrrad diesen Berg hochschieben musste.  Als wir dann am Spätnachmittag zurückgefahren sind, fühlte sich die Strecke ein bisschen einfacher an, war aber immer noch hart. Nach dem Abendessen bekam ich plötzlich Fieber und Schüttelfrost und mir wurde abwechselnd heiß und kalt. Blödes Fasten, dachte ich mir. Fast den ganzen nächsten Tag habe ich dann im Bett verbracht und das Fieber ging zum Glück wieder zurück. Aber leider nur für ein Paar Tage. Wir haben uns dann wieder mit Laetitia und Familie getroffen, dieses Mal in unserem Hotel. Und dann kam das Fieber wieder und zwar richtig. Ich bin den nächsten Tag wieder im Bett geblieben und das Fieber hat auch wieder nachgelassen. Aber nur, um nachts dann richtig zuzuschlagen. Ich hatte fast 40 Grad Fieber und wir dachten jetzt wird es wohl Zeit, dass ich auch zum Arzt gehe. Und das Resultat war wie erwartet Dengue Fieber. Ich habe dann drei ganze Tage im Krankenhaus und am Tropf verbracht und jeden Tag sagte mir die Ärztin voraus, was demnächst passieren wird: zunächst ging das Fieber weg und dann langsam die Gliederschmerzen. In der zweiten Nacht fing der Juckreiz an den Händen und Füßen an. Mein Appetit sollte erst drei Tage, nachdem ich das Krankenhaus verlassen hatte, wieder zurückkehren. Das Gute an der Krankheit ist, dass ich jetzt für sechs Monate immun gegen Dengue Fieber bin, außerdem schädigt das Virus weder Leber noch andere Organe wie das bei Malaria der Fall ist.

Laetitia & Co.

Laetitia & Co.

Our new mascot ;-)

Unser neues Maskottchen😉

Pouring rain - we're in the rainy season

Strömender Regen – es ist Regenzeit

Selling bracelets at the hotel

Armbandverkauf im HotelMy nice room at the hospitalMein schönes Zimmer im Hotel 

Zurück im Hotel und auf dem Weg der vollständigen Erholung bin ich dann auch wieder mit Johan lange am Strand entlang gelaufen und wir haben im Meer und Pool gebadet. Johan hat sich auch sehr fleißig um unsere Räder gekümmert, sie geputzt, neue Ketten aufgezogen und jetzt sehen Rudi und Smokey wieder wie neu aus. Viel mehr haben wir nicht wirklich gemacht, da auf der Insel an sich sehr viel los ist und sie für unseren Geschmack etwas zu touristisch ist. Wir haben unser schönes Hotel direkt am Strand genossen und vor allem das gute Essen hier.

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Favorite mode of transportation

Lieblings-Transportart der Thais

Johan's favorite outside restaurant

Johan’s Lieblingsrestaurant außerhalb es Hotels…

...and his favorite beer.

…und sein Lieblingsbier.

On the market again

Mal wieder auf dem Markt

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Clean again!

Sauber!

Nach fast drei Wochen auf der Insel heißt es für uns jetzt wieder weiterziehen. Unsere Beine und Füße sind schon ganz kribbelig und wir freuen uns, unsere Reise in Richtung Malaysia fortzusetzen. Wir müssen auch weiter, weil unsere Visa am 20. August ablaufen und mit den thailändischen Behörden ist in diesen Dingen nicht zu spaßen.

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Drückt die Daumen, dass wir es schaffen, vor dem 20. August bis nach Malaysia zu radeln und uns nicht wieder so verzetteln wie auf dem Weg nach Koh Samui.

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