Was für ein Wat!

Für alle Deutsch-Fans gibt es unseren Blog ab heute auch in Deutsch. Viel Spaß beim Lesen!

8. – 19. Juli 2013 – Wir sind über eine Woche in Ayutthaya geblieben, weil die Stadt so schön ist, weil uns unsere Unterkunft in einem hölzernen Haus so gut gefallen hat, weil es viel zu sehen gab, weil wir von hier aus einfach nach Bangkok fahren konnten, ohne in Bangkok zu übernachten, weil wir in unserer Pension super leckeres Essen bekommen haben und weil wir auf einem Markt unsere selbstgemachten Arm- und Halsbänder verkauft haben.

Aber lasst mich erst einmal mit Ayutthaya beginnen, Siams Hauptstadt von 1350 bis 1767 und früher eine der schillerndsten und dynamischsten Städte Asiens.  Es gab eine Zeit als 400 glitzernde Tempel stolz in Ayutthaya standen, von denen heute noch mehr als ein Dutzend renovierte Ruinen im Herzen der Stadt zu finden sind. Wat ist Thai oder Khmer für Tempel und Ayutthayas Tempelruinen sind wunderschön. Morgens sind wir oft von Palast zu Tempel zu Buddha geradelt, haben viele Fotos geschossen und die alte Architektur bewundert. An den Nachmittagen haben wir meist gearbeitet: entweder am Blog, für unser neues Elefantenprojekt oder wir haben Armbänder für den Markt geknüpft. Auf dem Markt hatten wir viel Spaß, es gab viele leckere Essensstände, wir haben uns prima mit den anderen Verkäufern unterhalten, wir haben natürlich alle Leckereien probiert und unsere Bändchen verkauft. Alles in allem für den Anfang ein erfolgreicher Tag!

Crossing the river next to our guesthouse in Ayutthaya

Fähre neben unserer Pension

xxx temple

Wat Phra Mahatat

Cycling in Ayutthaya

Fahrradfahren in Ayutthaya

At the xxx temple

Ein Raumschiff im Wat Ratburana

Poor elephants

Arme Elefanten

Wat Yai Chai Mongkhon

Wat Yai Chai Mongkhon

Ayutthaya's tuk-tuks are different from the classical Thai design thanks to their dome-shaped fronts

Ayutthaya’s Tuk Tuks unterscheiden sich vom klassischen Thai-Design durch die halbrunde Motorhaube

Beautiful bronze buddhas at buzzing Wat Phanang Chung where Johan's shoes got stolen!

Wunderschöne Bronze-Buddhas am geschäftigen Wat Phanang Chung wo Johans Schule gestohlen wurden!

Old Royal Palace

Alter Königlicher Palast

Crossing a river once more

Und noch eine Fähre

Meditating at Wat Chetharam

Meditation am Wat Chetharam

Reclining buddha with smelly feet at Wat Lokaya Sutha

Schlafender Buddha mit Käsefüßen im Wat Lokaya Sutha

Wat Chai Wattanaram

Wat Chai Wattanaram und noch ein Raumschiff kurz vor dem Abheben

A bedroom door in our guesthouse

Eine wunderschöne Zimmertür in unserer Pension

An einem Tag haben wir uns in den Zug nach Bangkok gesetzt, da wir einige Dinge für unsere neue Geschäftsidee einkaufen mussten und auch noch verschiedenes für unsere Räder benötigten. Neudeutsch nennt man das auch ‘Power-Shopping’, wir haben tatsächlich 12 Rollen Wachsband und mehrere Kilo Steinchen und Perlen gekauft. Damit wurde es dann höchste Zeit, auch mein Fahrrad mit Fronttaschen aufzurüsten, da mein Fahrrad sonst völlig  aus dem Gleichgewicht geraten wäre. Ich bin überzeugt, dass ich jetzt fast 10kg mehr auf dem Rad transportiere, ganz schön verrückt, um ehrlich zu sein. Johan hat sich bereits sein Geburtstagsgeschenk gekauft, eine neue Kamera. Da wir den Zug morgens um 6 Uhr genommen haben, hatten wir um 14 Uhr bereits alles eingekauft und konnten wieder nach Ayutthaya zurückfahren. Die Reise dauert ungefähr zwei Stunden, das hängt vom jeweiligen Verkehr in der Stadt ab und kostet nur 0.50 EUR einfach. Ziemlich billig, das können wir uns sogar leisten!

Arriving at Bangkok train station

Ankunft am Bahnhof in Bangkok

Chinatown

Chinatown

The king is everywhere
Der König ist überall

Our little exhibition at the guesthouse

Unsere kleine Ausstellung in der Pension

A food stall at the market

Einer der vielen Essensstände auf dem Markt

Our little spot at the market

Unser kleiner Stand neben dem schönen alten Bulli

Danach fuhr Johan noch zweimal nach Bangkok: das erste Mal, um noch mehr Wachsband zu kaufen (ja, wir schleppen jetzt 16 Rollen mit uns rum) und das zweite Mal weil wir noch mehr Perlen und Steinchen brauchten und Johan nochmals ins Fotogeschäft musste. Mittlerweile sind wir doch sehr ineffizient geworden, das wäre uns früher wohl eher nicht passiert, aber wir haben ja jetzt alle Zeit der Welt, da kommt es auf einen Tag mehr oder weniger nicht wirklich an.

Nach mehr als einer Woche in Ayutthaya wurde es dann aber doch Zeit, weiterzufahren, Rudi und Smokey wurden etwas ungeduldig und fühlten sich doch sehr vernachlässigt. Wir sind weiter in Richtung Südwesten geradelt, im großen Bogen um Bangkok. Vom ersten Tag gibt es nichts besonderes zu erzählen, außer dass wir beide einen Platten hatten, ich nachmittags um 17 Uhr und Johan am nächsten Morgen. Wir sind auf weiterhin flachen Straßen gefahren, manchmal mit mehr und manchmal mit weniger Verkehr und haben es genossen, wieder auf den Rädern zu sitzen. Nachdem Johan den Platten repariert hatte haben wir im ‘Little D(F)uck Inn’, einem Stundenhotel für einsame Trucker und Geschäftsreisende eingecheckt, und als wir ins Zimmer kamen, lief bereits der Porno! Diese Hotels haben uns leider bis Phetchaburi begleitet. Wir hätten wohl besser gezeltet, aber Johan hat einen Hautausschlag auf Brust, Rücken und Armen und möchte abends verständlicherweise anständig duschen und wenn möglich in einem klimatisierten Raum schlafen.

Beautiful colors

Herrlicher Himmel!

Another temple along the way

Und noch ein Tempel

Olli, the elephant is now cycling with us (Fanti, his best friend, is shyer and stays in the pannier during the day)

Olli der Elefant radelt nun mit uns. (Fanti, sein bester Freund, fährt in Johans Fahrradtasche mit, da er nicht so gerne nass oder dreckig wird ;-))

Johan fixing the bike in front of a temple
Reifenreparatur vor einem Tempel

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Our 'lovely' hotel room

‘Berauschendes’ Hotelzimmer in pink

Another tire to be fixed in front of our bed room

Und noch ein Platten…

Am folgenden Tag sind wir dann auf Straßen gefahren, die nicht auf unserer Karte eingezeichnet waren, da auf den Kartenstraßen viel zu viel Verkehr ist. Zum ersten Mal auf unserer Reise hätten wir gerne ein Navi mit dabei, da es hier in Thailand hunderte kleine Straßen gibt, aber manche nirgendwo hinführen. Deswegen schreibe ich jetzt abends immer eine Route über Google Karten raus in der Hoffnung, dass meine Beschreibung am nächsten Tag ausreichend ist. Meistens klappt es, aber oft eben auch nicht, aber dann passieren uns meist die besten Sachen. Wie zum Beispiel an diesem Nachmittag, wir hatten soeben unser Mittagessen beendet in einem Dorf, keine Ahnung welches, als uns zwei Oberst (Obersten oder Obersts, keine Ahnung wie hier der Plural geht) ansprachen. Sie haben uns doch tatsächlich gesucht, da sie informiert wurden, dass zwei Radfahrer im Dorf seinen. Beide waren begeisterte Radfahrer und nachdem wir ungefähr eine halbe Stunde gequatscht haben,  hat sich einer der Obersten (nochmals ? und keine Ahnung) auf sein Rad geschwungen und ist ca. 10km mit uns gefahren. Und da die Strecke bis zur nächsten Stadt auf den kleinen Sträßchen zu kompliziert sei, haben sie uns gleich einen Militärpolizisten auf dem Motorrad mitgeschickt, der auf den folgenden 20km für uns den Weg freigemacht hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Von Anfang an ist das Motorrad immer entweder voraus oder hinterher gefahren, je nachdem, was sicherer war. Wir sind auch durch ein Militärgebiet gefahren und sobald wir angefahren kamen, standen alle stramm und haben salutiert!  Wir kamen uns wie die Prominenz persönlich vor. Später hat dieser Polizist sogar den kompletten Verkehr auf einer vielbefahrenen 4-spurigen Straße angehalten, nur damit wir ohne anzuhalten durchradeln konnten. Das war schon ziemlich cool!

DSCF4657

Ready for takeoff!

Startklar!

Safe cycling

Sicheres Radeln

Der dritte Tag auf unserem Weg nach Phetchaburi war der Schönste. Wir sind an einem Fluss auf kleinen Straßen entlanggeradelt, durch Dörfer und tropische Wälder, Kühe haben am Wegrand gegrast und bekloppte Hunde haben uns gejagt.  Ich glaube, ich habe die Hunde seit Rumänien nicht mehr erwähnt, aber diese Biester nerven hier ziemlich. Die meisten sind Angsthasen und sobald wir anhalten, rennen sie davon, aber wir erschrecken uns jedes Mal fast zu Tode, wenn eine Horde wild gewordener Hunde plötzlich aus dem Nichts angerannt kommt. Einer hat hier sogar in meine Fahrradtasche gebissen. Johan hat sich mittlerweile eine kleine Schleuder gekauft und kann es kaum erwarten, sie bei der nächsten Hundeattacke einzusetzen. Die meisten dieser Hunde sind übrigens keine Streuner, sondern haben Besitzer, die ihre Hunde nicht erziehen. Sie rufen sie auch in den seltensten Fällen zurück, wenn sie losrasen, im Gegenteil, meistens lachen sie darüber, schließlich sind wir ja im Land des Lächelns. Liebe Thailänder, das ist nicht wirklich lustig!

Along the river

Entlang des Flusses

Lunch break

Mittagspause

Preparing the land for the rain

Das Land wir abgebrannt bevor der große Regen kommt

Am frühen Nachmittag fing es dann stark an zu regnen und wir haben an einer Gärtnerei angehalten. Mittlerweile waren wir an der Schnellstraße 4 mit sehr viel Verkehr und mussten diese überqueren. Da es sich hier um eine 6-spurige Autobahn handelt, war das nicht so ganz einfach und alle, die wir fragten meinten nur, wir sollten entgegen des Verkehrs auf dem Seitenstreifen radeln, in ein Paar Kilometern könnten wir dann die Straße überqueren. Aber nicht mit uns, vor allem nicht im Regen, so haben wir uns einen Weg durch Reisfelder, auf Matsch- und Steinwegen gesucht und mussten am Ende nur ca. 500m gegen den Verkehr radeln, um die Fußgänger- und Zweiradbrücke zu erreichen. Zum Glück! Aufgrund des Regens haben wir es an diesem Tag nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit bis nach Phetchaburi geschafft, haben in einem deprimierenden Hotel eingecheckt und sind das letzte schöne Stück durch Reisfelder und an Seen vorbei am nächsten Morgen geradelt.  Gegen 10.30 Uhr sind wir zufällig an einer kleinen Frühstückspension vorbeigefahren und wurden prompt und freundlich von den Schwestern Nisa und Nit begrüßt, die uns direkt mit Kaffee und süßen Leckereien verwöhnt haben. Nisa hat sich selbst vorgestellt als ‘Nisa, wie Nissan bloß ohne N, da ich ja kein Auto bin’.  Obwohl die Pension komplett ausgebucht war, durften wir bleiben. Zunächst bekamen wir einen Zeltplatz im Garten und am Ende durften wir dann in ihrem Haus im Eingangsbereich auf unseren Matratzen und vor einem Ventilator schlafen. Die beiden sind absolut spitze und tun alles für den Komfort ihrer Gäste und wenn ihr jemals nach Phetchaburi kommt, bleibt im 2N Guesthouse, es lohnt sich!

Heavy monsoon rain

Starker Monsunregen

After the rain

Nach dem Regen

Between the lakes
Zwischen den Seen

Geradelte Strecken:

8. – 15. Juli, Ayutthaya Besichtigungen und Einkaufen, 79km

16. Juli, Ayutthaya – Song Phi Nong, 84km

17. Juli, Song Phi Nong – Ban Pong, 74km

18. Juli, Ban Pong – Ban Khem, 86km

19. Juli, Ban Khem – Phetchaburi, 43km

Gesamte geradelte Strecke: 14.264 km, davon 1.677 km in Thailand

2 thoughts on “Was für ein Wat!

  1. Hurra, hurra, endlich verstehe ich etwas! Sehr schn geschrieben. Ab jetzt freue ich mich auf die Eintrge und wer4de sie auch lesen!!!

    Viele Gre von Claudia (die heute den ersten Tag nach Urlaub (Koriska) zurck ist und sich durch massig Mails whlt.

    Bis zum nchsten Eintrag, freu mich drauf! LG und ich bin stolz auf Euch! Wie lange bleibt ihr noch? Claudia ________________________________

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